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Sandsturm A19 : Nach Massenkarambolage erst fünf Opfer eindeutig identifiziert

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erstellt am 13.Apr.2011 | 06:56 Uhr

Rostock | Nach der Massenkarambolage auf der Autobahn 19 bei Rostock am vergangenen Freitag sind erst fünf der acht Todesopfer eindeutig identifiziert. Die Identität der anderen Toten sei zwar bekannt, müsse aber durch DNA-Abgleiche rechtsmedizinisch noch bestätigt werden, sagte Staatsanwältin Maureen Wiechmann gestern. Die Unfallopfer waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Nach den Worten Wiechmanns werden sich die Ermittlungen zur Unfallursache und zum Unfallhergang noch lange hinziehen. Die Staatsanwaltschaft habe eine eigene Ermittlungsgruppe gebildet, insgesamt müssten mehr als 200 Personen befragt werden. Ferner müssten diverse Gutachten beispielsweise zum Wetter am Unfalltag erstellt werden. Bislang gilt ein heftiger Sandsturm als Ursache für den schwersten Massenunfall auf deutschen Autobahnen seit 20 Jahren.

Nach neuen heftigen Sandstürmen am Dienstag ist nach Angaben der Autobahnmeisterei an der Unfallstelle südlich von Rostock die Geschwindigkeit auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert worden. Die Beschränkung gelte auf einer Strecke von etwa einem Kilometer. Wie lange Tempo 60 bestehen bleibt, sei noch unklar, hieß es.

Der Unfall hat die Behörden auch außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns sensibilisiert. Weil starker Wind den Sand eines frisch gepflügten Feldes in Brandenburg aufwirbelte, hatte die Autobahnmeisterei Wittstock am Dienstag ein Tempo-Limit auf der A19 zwischen Wittstock/Dosse und Röbel ausgesprochen. Autofahrer durften wegen der Sichtbehinderungen maximal 100 Stundenkilometer fahren, teilte die Polizei mit. Die Sichtweite lag bei maximal 30 Metern, hieß es. Dennoch gab es laut Polizei etliche Fahrer, die sich unbeeindruckt zeigten und weiterrasten.

 

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