Torgelow : Nach Eis-Drama: Kinder und Retter wohlauf

Übung, in der Rettungskräfte den Ernstfall proben.
Übung, in der Rettungskräfte den Ernstfall proben.

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07. Februar 2014, 09:22 Uhr

Einen Tag nach der dramatischen Eis-Rettung aus der Uecker in Torgelow geht es den Kindern und Rettern wieder deutlich besser. Das sagten Sprecher der Kliniken in Pasewalk und Ueckermünde am Freitagmorgen. Der Torgelower Pastor Frank Sattler und seine Tochter hatten am Donnerstagnachmittag ein sechsjähriges Mädchen und einen siebenjährigen Jungen, die ins Eis des Flusses eingebrochen waren, retten können. Alle kamen mit Unterkühlungen in die Kliniken. „Eine sehr mutige Tat“, sagte ein über den Ausgang erleichterter Torgelower Bürgermeister Ralf Gottschalk (parteilos).

„Den Kinder geht es sehr gut, sie werden wahrscheinlich am Freitag wieder entlassen“, erklärte Chefarzt Reinhard Benthin in Pasewalk. Auch der 53 Jahre alte Sattler und seine Tochter seien nur noch zur Beobachtung in der Klinik, hieß es in Ueckermünde.

Der dramatische Vorfall hatte sich rund 100 Meter vom Marktplatz entfernt ereignet, oberhalb der Böschung verläuft ein Rad- und Wanderweg. „Die Böschung ist dort vereist und glatt, man kommt nicht ohne weiteres wieder hoch“, beschreibt Gottschalk. Der Pastor sei ein „sehr hohes Risiko eingegangen.“ 

„Wir sind spazieren gegangen und haben eine Frau schreien gehört, und da sah ich schon die Kinder untergehen“, hatte Sattler direkt nach dem Vorfall der Nachrichtenagentur dpa erzählt. Er sei ins Wasser gesprungen und zu den Kindern geschwommen und seine 24-jährige Tochter habe sich aufs Eis gelegt, um die Kleinen herauszuziehen.

Dabei sei die Frau auch eingebrochen. Schließlich konnten mit Hilfe von Passanten alle Vier wieder ans Ufer gelangen. Der Zwischenfall habe sich etwa fünf Meter vom Ufer entfernt abgespielt.

Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen seien dort nicht nötig, erklärte der Bürgermeister. Das sei der erste derartige Vorfall seit 15 Jahren.

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