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Nach den Überschwemmungen: Jetzt wird die Mühlenstraße umgebaut

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erstellt am 16.Mär.2012 | 11:01 Uhr

Evershagen | Nach den Überschwemmungen im vergangenen Sommer in Evershagen soll nun die Mühlenstraße ausgebaut und die Oberflächenentwässerung verbessert. Bei der Ortsbeiratssitzung am Donnerstag stellte der Leiter des Tief- und Hafenbauamtes, Heiko Tiburtius, das Konzept zur Umgestaltung der Mühlenstraße vor. Doch mit diesen Plänen zeigten sich nicht alle Bewohner aus Evershagen einverstanden. Darum soll es am 8. Mai eine Sondersitzung des Ortsbeirats geben, bei dem die Unstimmigkeiten geklärt werden sollen.

Seit mehreren Jahren ist die Mühlenstraße schon in einem schlechten Zustand. Nun soll sie ab Höhe der Messestraße auf einer Länge von 740 Metern und in einer Breite von 4,75 Metern ausgebaut werden. Die Arbeiten sollen bereits Mitte des Jahres beginnen. Das Rostocker Umweltamt stellt 40 000 Euro zur Planung der Maßnahmen zur Verfügung. Tiburtius plant, die Oberflächenentwässerung neu zu ordnen und gleichzeitig die marode Straßenbeleuchtung auszutauschen. Dabei soll eine neue Leitung dazu führen, dass das Regenwasser künftig geregelt in den Mühlenteich abfließen kann. Dabei soll außerdem ein Gefälle der Straße von Nord nach Süd helfen. Zum Schutz der anliegenden Kleingartenanlage ist darüber hinaus eine Graben- und Rohrlösung vorgesehen. Obwohl diese Neuerungen Verbesserung für die Anwohner verspricht, gab es im Ortsbeirat dennoch hitzige Diskussionen - denn die Mühlenstraße wird als Anliegerstraße eingeordnet.

Anwohner müssen sich an den Kosten beteiligen

Das bedeutet für die Einwohner, dass sie eine finanzielle Umlage, eine Eigenbeteiligung, hinnehmen müssen. Die betroffenen Einwohner argumentieren, dass die Straße nicht nur Anliegern dient, sondern, dass sie auch eine Verbindung von Rostock nach Sievershagen darstellt und als solche bereits jetzt intensiv genutzt würde. Weil der Ausbau auch eine Verbreiterung der Straße mit sich bringt, befürchten die Anwohner außerdem, dass noch mehr Menschen die Mühlenstraße als Verbindungsstrecke zwischen Rostock und Sievershagen nutzen werden.

Tiburtius kündigte an, dass die Bewohner in den kommenden Wochen weitere Informationen erhalten werden. Dabei sollen auch andere am Bau beteiligte Ämter der Hansestadt die Fragen der rund 20 Anlieger beantworten. Beruhigen konnte sie diese Nachricht allerdings nicht, denn der Zeitplan ist straff. Von der konkreten Planung des Vorhabens bis zur Umsetzung sollen nur wenige Monate vergehen. Schon im Sommer sollen die ersten Bagger rollen. Die Anlieger kritisierten, dass sie dann nur noch mit Tatsachen konfrontiert werden und keine Einspruchsmöglichkeiten mehr haben, dabei gehe es für sie um drastische Auswirkungen auf ihre Lebensqualität. Am 8. Mai wollen alle Parteien noch einmal an einen Tisch zusammenkommen und sich über die Einzelheiten unterhalten.


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