Start und Ziel an der „Oase“ : Nach 14 Jahren wieder ein Güstrower Sieg

<fettakgl>Nach rund einem</fettakgl> Kilometer führte Stefan Trettin vom Tri Fun Güstrow das Feld des 36. Inselseelaufes noch an. Kurze Zeit später übernahm aber dessen Vereinskamerad Nils Schmiedeberg die Führung, die er bis zum Ziel nicht wieder abgab. Fotos: Marian-Bernd Pries
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Nach rund einem Kilometer führte Stefan Trettin vom Tri Fun Güstrow das Feld des 36. Inselseelaufes noch an. Kurze Zeit später übernahm aber dessen Vereinskamerad Nils Schmiedeberg die Führung, die er bis zum Ziel nicht wieder abgab. Fotos: Marian-Bernd Pries

Nach gut 20 Minuten im Ziel: Tim Borgwardt und Tim Gabriel aus Mühl Rosin hatten beim Beim 36. Inselseelauf am Sonnabend ein Erlebnis, das bei ihrem Lieblingssport, dem Tennis, gar nicht möglich ist.

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10. Juni 2012, 08:51 Uhr

Güstrow | Beim 36. Inselseelauf am Sonnabend waren nach gut 20 Minuten die ersten beiden 5-Kilometer-Läufer wieder im Ziel. Tim Borgwardt und Tim Gabriel aus Mühl Rosin hatten beim Laufen ein Erlebnis, das bei ihrem Lieblingssport, dem Tennis, gar nicht möglich ist: Die beiden 14-Jährigen teilten sich nach 20:35 Minuten den Sieg. Rang 3 ging an den Laager Maximilian Heise vor dem schnellsten Erwachsenen, Sven Abrokat (LAC Mühl Rosin). Schnellste Dame war nach 22:28 Minuten Nadine Stäcker aus Rostock. Nur vie Sekunden später kam die erst elfjährige Cindy Keipke ins Ziel. Allerdings ist die Verwunderung vielleicht nicht ganz so groß, wenn man weiß, dass Cindys Mutti, Birgit Jerschabek-Keipke, vor 20 Jahren bei den Olympischen Spielen in Barcelona Deutschland im Marathonlauf vertrat. Die beiden weiteren Plätze auf dem Siegerpodest der Mädchen gingen an Greta Grobbecker und Sonja Bartusch von der Laufgruppe des SC Laage. Sonja konnte noch für ihren Klub die vom Güstrower Bäckermeister und Läufer, Dietmar Kriemann, spendierte Torte für den zahlenmäßig stärksten Verein des Inselseelaufes entgegennehmen.

Schnellster 10-Kilometer-Läufer war der vereinslose Güstrower Christoph Haack nach 40:48 Minuten. Bemerkenswert ist die Leistung von Torben Schlinke. Der 18-jährige Laager erlief sich in 41:34 Minuten nicht nur Gesamtrang 3 und damit den Sieg in seiner Altersklasse U 20 sondern einen Kilometer vor dem Ziel überholte er sogar den noch weiter im Formaufbau befindlichen ehemaligen Inselseelaufsieger Ulrich Boddien (Einheit Güstrow), der als Vierter die Ziellinie erreichte und sich mit seiner Zeit von 41:55 Minuten durchaus zufrieden zeigte.

Schnellste Frau war mit Anne-Kathrin Litzenberg (42:35) ebenfalls eine Güstrowerin, allerdings startet sie (noch?) für den SV Post Telekom Schwerin. So war die erste "echte" Vertreterin der Region im Ziel mit Stefanie Gewiese wiederum eine Vertreterin des SC Laage. Sie belegte in 50:55 Minuten den 2. Platz in der W 30.

Besonderer Jubel kam auf, als der Sieger des schweren 20-Kilometer-Laufes das "Oase"-Gelände betrat. Seit vielen Jahren konnte man nämlich wieder einmal einen einheimischen Sieg feiern. 1998 hatte Ulli Boddien mit seinem zweiten Erfolg nach 1996 dieses Kunststück letztmalig vollbracht. Diesmal holte sich Nils Schmiedeberg vom Tri Fun Güstrow mit von 1:13:50 Stunden den Pokal des Bürgermeisters. Rang 4 ging an Schmiedebergs Vereinskameraden Stephan Trettin, der zunächst das Tempo bestimmte, nach einer Erkältung aber noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte war.

Mit dem 36. Inselseelauf war wieder einmal ein Umzug verbunden. Nachdem viele Jahre die Jugendherberge Schabernack Trefffür die Läufer des Landes war, musste diesmal ein neues Start- und Zielgebiet gefunden werden. Das war nicht so einfach, immerhin sollen rund 300 Aktive und deren Anhang einen halben Tag "beherbergt" und versorgt werden. Dem LSV Güstrow als Organisator fiel ein Stein vom Herzen als sich die "Oase" bereiterklärte, als neuer Gastgeber zu fungieren. Aber wie Organisationschef Günter Wolff zufrieden feststellte hat sich der Umzug gelohnt. Die "Oase"-Mitarbeiter, die sich nach der Chlorgashavarie in einer komplizierten Situation befinden, gaben sich alle Mühe, den Sportlern optimale Bedingungen zu bieten. Die Läufer honorierten es mit Lob.

Am Rande sei vermerkt, dass mit dem neuen Wettkampfgelände ein Schritt zu den Wurzeln des Inselseelaufes gemacht wurde. 1938, als sich erstmalig acht (8!) Läufer auf den Weg um den See machten, ging es über 25 Kilometer. Die Strecke kam zu Stande, weil sich Start und Ziel im heutigen Niklotstadion befanden. Aber einer der fünf Kontrollpunkte, die es bei diesem Lauf gab, befand sich an der Gleviner Burg, dort, wo das Bad ist.

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