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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 04:00 Uhr

Mythen Barlachs und die Zukunft

vom

Die Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow hat am Sonntag unter dem Titel "Mythos und Zukunftstraum" eine Sonderausstellung mit Texten und Bildern von Ernst Barlach (1870-1938) eröffnet.

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erstellt am 17.Jul.2011 | 07:38 Uhr

Güstrow | Die Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow hat am Sonntag unter dem Titel „Mythos und Zukunftstraum“ eine Sonderausstellung mit Texten und Bildern von Ernst Barlach (1870-1938) im Ausstellungsforum Am Heidberg eröffnet.

Neben Zeichnungen und Plastiken sind auch Raritäten wie eine lange verschollen geglaubte Vorstufe zu seinem Drama „Der blaue Boll“, ein Manuskript zum Drama „Der Arme Vetter“ mit zahlreichen eigenhändigen Korrekturen sowie die Handschrift des Romanfragments „Der gestohlene Mond“ zu sehen, bestätigte bei der Eröffnung Kuratorin Helga Thieme, die auch den Katalog zu der Exposition erarbeitete.

Zudem werden Illustrationen zu eigenen und fremden Texten präsentiert, die den Künstler „als einen wichtigen Vertreter der Buchkunstbewegung des frühen 20. Jahrhunderts zeigen“, hieß es gestern. Dazu gehören Lithografien zu seinem ersten Stück, „Der tote Tag“, Holzschnitte zur „Walpurgisnacht“ aus Johann Wolfgang von Goethes „Faust I“ sowie Skizzen zu Heinrich von Kleists „Michael Kohlhaas“ und zum „Nibelungenlied“.

Die Auseinandersetzung mit dem Mythos nehme im Werk des Bildhauers, Grafikers und Schriftstellers Ernst Barlach einen zentralen Platz ein. „Aus der Wahrheit der mythischen Geste schöpfte der Künstler Sinnbilder für das Leiden des Menschen, für seine Größe, für seine ,Angelegenheiten’, wie er es nannte.“

Barlachs Arbeit am Mythos sei verbunden mit der expressionistischen Vision von einem „neuen Menschen“. Er entnahm sie u.a. aus dem Mythos „Sonne-Mond“, „Pferd“, aus dem literarischen „Faust“ und aus den „Nibelungen“. Aber nicht als Theorie sondern als existentiell und in einer „künstlerischen Sinnübermittlung“, strich Helga Thieme u.a. in ihrem Einführungsvortrag heraus.

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