Kriminalität MV : Mysteriöses Pulver an Firmen verschickt

23-52439223.JPG

Firmen in Anklam und Wolgast haben Briefe mit einem mysteriösen Pulver erhalten. Es könnte sich um Drogen handeln. Offenbar steckt hinter den Postsendungen eine kriminelle Masche, in die die Firmen ohne ihr Wissen hineingezogen wurden.

von
31. Januar 2018, 20:00 Uhr

Firmen in Vorpommern erhalten derzeit Briefe mit einem mysteriösen Pulver. Nachdem am Dienstagabend der Gefahrgutzug der Polizei zu einer Reiseagentur nach Anklam ausrücken musste, waren die Beamten am Mittwochmorgen wegen eines ähnlichen Falles in einem Wolgaster Unternehmen. Die beiden Sendungen trugen den Absender der jeweiligen Firmen, waren aber wegen Nichtzustellbarkeit zurückgegangen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch in Anklam sagte. In dem ersten Fall befand sich ein weißes Pulver in der Sendung, im zweiten Fall ebenfalls ein weißes Pulver in hartgepresster Form. Die Proben gehen nun an das Robert-Koch-Institut. Es sei nicht auszuschließen, dass es sich um Drogen handele.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Sendungen nicht von den Firmen in Vorpommern aufgegeben wurden.

Die Polizei prüft den Zusammenhang mit einer kriminellen Masche,  die derzeit Beamten in Niedersachen beschäftigt, wie Polizeisprecher Axel Falkenberg weiter sagte. Ein Unternehmen in Nordheim hatte in den vergangenen Wochen rund 30 Briefe erhalten, in denen Kokain war.

Demnach benutzten möglicherweise Drogendealer aus den Niederlanden bei der Versendung von im Internet bestellten Drogen Absenderadressen von deutschen Firmen, um Herkunft und Inhalt der Drogensendungen zu verschleiern oder auch Porto zu sparen. Die Polizei in Anklam verwies auf entsprechende Ermittlungen des Zolls in Niedersachsen.

In den der Polizei in Vorpommern bekannten Fällen waren die Adressaten in Niedersachsen (Wolgast) und Bayern (Anklam) nicht ausfindig zu machen, so dass die Post die Sendungen an den vermeintlichen Absender zurücksandte. Die aktuellen Fälle ließen die Vermutung zu, dass weitere Briefe in Vorpommern eintreffen könnten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen