Imagekampagne : MV will als Industrieland auftreten

Derzeit sind für Aida und andere Reedereien sieben Schiffe im Bau, die mit Flüssigerdgas angetrieben werden sollen.  Fotos: B. Wüstneck
Derzeit sind für Aida und andere Reedereien sieben Schiffe im Bau, die mit Flüssigerdgas angetrieben werden sollen. Fotos: B. Wüstneck

Neue Imagekampagne der Industrie- und Handelskammern.

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22. November 2017, 05:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern will seine Stärken als Industrieland stärker herausstellen. Ein Industrie-Kongress mit mehr als 160 Teilnehmern soll am Mittwoch in Wismar den Auftakt für eine Imagekampagne mit dem Titel „In|du|strie Gemeinsam. Zukunft. Leben.“ machen. Veranstalter sind die drei Industrie- und Handelskammern im Nordosten.

„Wir brauchen ein längst überfälliges Signal, um Industrieunternehmen am Standort Mecklenburg-Vorpommern Perspektiven zu geben“, sagte der Hauptgeschäftsführer der federführenden IHK Schwerin für das Sachgebiet Industrie, Siegbert Eisenach. Die Voraussetzungen des Landes, als Industriestandort auch über die Region hinaus wahrgenommen zu werden, seien im europaweiten Vergleich ideal. „MV hat herausragende Standortvorteile und ist dank seiner geografischen Lage und der Küste ein prädestinierter Industriestandort“, sagte Eisenach. Vielen sei nicht bewusst, wie viel Industrie in Mecklenburg-Vorpommern steckt.

Als Beispiele nannte er die Ernährungsindustrie mit Werken unter anderem von Dr. Oetker, Nestlé, Pfanni und Arla. Die Werften seien bedeutend, ebenso Fahrzeugzulieferer wie Webasto in Neubrandenburg oder der Flugsitzhersteller ZIM in Schwerin. Eisenach forderte noch mehr Unterstützung für die Industrie. So sollten Umweltauflagen bei Neuansiedlungen gelockert und manche Planungen beschleunigt werden.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) räumte ein, dass Mecklenburg-Vorpommern mit 43 Industriearbeitsplätzen je 1000 Einwohnern noch Nachholbedarf habe. Der Bundesdurchschnitt liege bei einem Wert von 83, der Mittelwert in den neuen Ländern bei 58.

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