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Arbeitsmarkt : MV wieder Schlusslicht der Arbeitslosenstatistik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Agrar- und Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern leidet der Arbeitsmarkt besonders unter dem Winter.

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 20:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern ist erstmals seit der Wiedervereinigung mit weniger als 100 000 Arbeitslosen ins neue Jahr gestartet. Wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit gestern mitteilte, waren Ende Januar im Nordosten 95 200 Menschen ohne Beschäftigung. Das waren etwa 7000 weniger als zu Beginn 2015. Der jahreszeitlich bedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel im Vergleich zum Vormonat Dezember jedoch mit einem Plus von 9600 erneut kräftig aus. Die Arbeitslosenquote erreichte 11,5 Prozent. Damit rutschte der Nordosten unter den Bundesländern erstmals seit Monaten wieder auf den letzten Platz.

Die geringste Arbeitslosenquote erreichte erneut der Kreis Ludwigslust-Parchim mit 7,6 Prozent. In Vorpommern-Rügen lag sie mit 14,9 Prozent fast doppelt so hoch.

Die Chefin der Regionaldirektion Nord, Margit Haupt-Koopmann, zeigte sich trotz des vergleichsweise hohen Arbeitslosenzuwachses im Januar mit der Entwicklung nicht unzufrieden: „Wir haben ein saisonbedingt eingeschränktes Tourismusgeschäft und in der Baubranche ist weniger zu tun. Das merkt man am Arbeitsmarkt.“ Doch hätten sich zu Beginn dieses Jahres ein Viertel weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Durchschnitt der Vorjahre. „Der Arbeitsmarkt hat eine gute Grundverfasstheit, der Jobmotor läuft rund.“ Das zeige sich auch an der wachsenden Nachfrage nach Arbeitskräften. Derzeit seien 11 100 freie Stellen gemeldet. Haupt-Koopmann äußerte sich zuversichtlich, dass sich der insgesamt positive Trend „bei allen Unabwägbarkeiten“ über das gesamte Jahr hinweg fortsetzt.

Bundesweit stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 239 000 auf 2,92 Millionen – der niedrigste Januar-Wert seit 1991.

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