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Weniger Ein-Euro-Jobs : MV verliert 4700 Jobs in einem Jahr

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Mecklenburg-Vorpommern hat im vergangenen Jahr rund 4700 Arbeitsplätze verloren, vor allem Ein-Euro-Jobs. Im Jahresdurchschnitt waren 728 700 Menschen im Nordosten erwerbstätig und damit 0,6 Prozent weniger als 2010.

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erstellt am 19.Apr.2012 | 09:26 Uhr

Schwerin | Mecklenburg-Vorpommern hat im vorigen Jahr rund 4700 Arbeitsplätze verloren. Vor allem Ein-Euro-Jobs wurden gestrichen. Die sozialversicherungspflichte Beschäftigung legte hingegen leicht zu.
Im Jahresdurchschnitt waren 728 700 Menschen im Nordosten erwerbstätig und damit 0,6 Prozent weniger als 2010, wie das Statistische Amt des Landes am Mittwoch in Schwerin mitteilte. Bundesweit nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 Prozent zu, in den neuen Ländern betrug das Plus 0,2 Prozent.

Weggefallen sind in Mecklenburg-Vorpommern vor allem Ein-Euro-Jobs von der Arbeitsagentur. Ihre Zahl sank von Dezember 2010 bis Dezember 2011 um 40,6 Prozent auf 8865, sagte ein Sprecher der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. Die marginale Beschäftigung - neben den Arbeitsgelegenheiten zählen dazu auch Minijobs - ging insgesamt um 7,9 Prozent zurück. Im Jahresdurchschnitt war jeder neunte Erwerbstätige (11,6 Prozent) im Land nur gering beschäftigt. Im Bundesdurchschnitt war es fast jeder Siebente (14 Prozent).

Neue Stellen entstanden im vorigen Jahr vor allem im verarbeitenden Gewerbe (1500) und am Bau (600). Im Dienstleistungsbereich wurden dagegen 7000 Arbeitsplätze abgebaut. Betroffen waren vor allem der öffentliche Dienst und die sogenannten Arbeitsgelegenheiten, also die Wiedereingliederung Arbeitsloser.

Der Mut zum eigenen Unternehmen ist in Mecklenburg-Vorpommern gewachsen. Die Zahl der Selbstständigen stieg um 1,1 Prozent und erreichte mit 10,9 Prozent aller Erwerbstätigen beinahe den bundesdeutschen Durchschnitt (11,1 Prozent).

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