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Mehr auf die hohe Kante legen : MV-Sparer halten ihr Geld zusammen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jeder Dritte will mehr sparen. Konsumklima in Deutschland deutlich verbessert

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Ungewissheit auf den Finanzmärkten, weltweite Konjunkturrisiken, verhaltene Lohnerwartungen im Nordosten: Angesichts drohender Unwägbarkeiten wollen die Mecklenburger und Vorpommern in diesem Jahr ihr Geld zusammenhalten und nicht mehr so stark über die eigenen Verhältnisse leben. So haben sich mehr als ein Drittel der Nordostdeutschen – 34,8 Prozent – vorgenommen, das eigene Girokonto nicht mehr zu überziehen. Damit rangiert die neue Kontodisziplin auf Rang eins der wichtigsten Geldvorsätze der Mecklenburger und Vorpommern, ergab eine Analyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Finanzdienstleisters Savedo. MV liegt damit deutlich über dem Bundesschnitt von 11,5 Prozent.

So wollen die Einwohner zwischen Boizenburg und Rügen 2017 stärker denn je auf Euro und Cent achten: Knapp ein Drittel will mehr die Kosten u. a. für Strom, Versicherungen oder Girokonten vergleichen, um Geld zu sparen. Ein Drittel plant, mehr für die Altersvorsorge oder den Traum vom eigenen Haus zu sparen, ergab die Umfrage, bei der Mehrfachnennungen möglich waren.

Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not: Zwei Drittel der Deutschen haben sich vorgenommen, ihre finanzielle Situation zu verbessern. Dazu will jeder Dritte regelmäßig sparen – vor allem junge Leute, geht aus der GfK-Studie hervor: „Die Generation Smartphone denkt, anders als vielfach vermutet, ausgesprochen konservativ und will beizeiten Geld zurücklegen“, meint Savedo-Chef Christian Tiessen. Allerdings bleibt Mecklenburgern und Vorpommern dafür wenig Spielraum: Durch das niedrige Einkommensniveau fällt die Sparrate deutlich ab. In MV sparten die Bürger 2014 im Schnitt je Einwohner 997 Euro im Jahr – 37 Prozent der 2682 Euro, die je Einwohner beim Spitzenreiter Baden-Württemberg in den Sparstrumpf gesteckt wird, so das Statistikamt Baden-Württemberg.

Es geht aber auch anders: Mehr als fünf Prozent der Mecklenburger und Vorpommern scheren sich nicht um Finanzdisziplin und Sparpläne: Sie wollen mehr Geld ausgeben, weil sich Sparen angesichts der Nullzinsphase derzeit nicht lohne. Viele Deutsche sind indes mit ausgeprägter Kauflaune ins neue Jahr gestartet. Für sie gebe es keinen Grund, größere Anschaffungen wie Möbel, TV-Geräte oder neue Haushaltsgeräte zurückzustellen, analysierten GfK-Marktforscher in einer gestern vorgelegten Studie zum Konsumklima. Die ohnehin schon gute Konsumstimmung habe sich „noch einmal auf breiter Front“ verbessert.

 

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