Internationale Tourismusbörse : MV sitzt den Bayern als Top-Reiseziel im Nacken

Wie Caspar David Friedrich gekleidet, wirbt Klemens am ITB-Stand von Mecklenburg-Vorpommern .
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Wie Caspar David Friedrich gekleidet, wirbt Klemens am ITB-Stand von Mecklenburg-Vorpommern .

Mit dem Ziel, das Topergebnis aus dem Vorjahr zu halten, geht die Tourismusbranche in die Saison 2014.

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06. März 2014, 07:24 Uhr

Mit dem Ziel, das Topergebnis aus dem Vorjahr zu halten, geht die Tourismusbranche in die Saison 2014. „Die 28,2 Millionen Übernachtungen sind die Messlatte, die wir uns für die nächsten Jahre vornehmen wollen“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern auf der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin.

Wie die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen ermittelte, hat Bayern seine Spitzenposition bei den Topreisezielen der Deutschen für Urlaube ab fünf Tagen Dauer 2013 gerade noch gehalten. In dieser Kategorie liegt der Nordosten schon bei 5,9 Prozent. „Wir haben die Situation, in der die Bayern den heißen Atem der Mecklenburger und Vorpommern spüren“, sagte der Präsident des Tourismusverbands, Jürgen Seidel. „Das ist eine Entwicklung, die wir toppen können. Ich werde es erleben, da bin ich ganz sicher“, betonte Seidel. Spitzenreiter bei den Lieblingsurlaubszielen bleibt der Umfrage zufolge Spanien mit einem Anteil von 12,6 Prozent.

„Wir können mit der Entwicklung des Landes sehr zufrieden sein“, betonte Glawe. In der Branche werden jährlich mehr als sieben Milliarden Euro umgesetzt, 175 000 Menschen leben vom Tourismus.

Allerdings müssten noch Freundlichkeit, Service und Qualität verbessert werden. „Förderung von Hotels wird die Ausnahme sein.“

Glawe kündigte weitere Investitionen an. „Wir werden dafür sorgen, dass die Radwege weiter vernetzt werden.“ Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem ländlichen Raum, für jene Urlauber, die ein bisschen Ruhe finden wollen. Das für sie passende Angebot gebe es mit der Aktion „LandArt“.

Unklarheit in der Branche besteht in der Frage, wie sich die kurze Ferienzeit in Deutschland 2014 auswirken wird. Der gesamte Korridor beträgt nur 71 Tage. In diesen wenigen Wochen könnte es sehr eng werden in den Urlaubshochburgen. Glawe hatte jüngst die Ausweitung dieses Zeitraums auf 90 Tage ab 2018 gefordert.


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