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Mecklenburg-Vorpommern

15. Dezember 2017 | 09:16 Uhr

Studie : MV-Senioren haben mehr von der Rente

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Deutliche Unterschiede beim Lebensunterhalt in MV

von
erstellt am 24.Mai.2016 | 06:25 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es große Unterschiede für Rentner bei den Kosten zum Lebensunterhalt. Wie aus einer gestern veröffentlichten Studie des Instituts Prognos im Auftrag der Deutschen Versicherungswirtschaft hervorgeht, sind die Lebenshaltungskosten im Landkreis Ludwigslust-Parchim für Ruheständler am niedrigsten. Dort müssen Rentner für einen statistischen Warenkorb, der Miete, Strom, Nahrungsmittel oder Kleidung enthält, nur etwa 915 Euro zahlen, obwohl er im Bundesdurchschnitt einen Wert von 1000 Euro hat. Ähnlich sieht es im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 933 Euro aus. Selbst in den beiden größten Städten – Rostock und Schwerin – liegen die Preise um fast zwei Prozent unter dem nationalen Mittel.

„Vor allem die Wohnkosten haben einen sehr starken Einfluss“, sagte Prognos-Chefökonom Michael Böhmer. Für die Auswertung wurden die Lebenshaltungskosten der Rentner in 402 Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands verglichen.

Landesweit am höchsten und auf einer Stufe mit Dresden oder Leverkusen liegt das Preisniveau in Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald, wo Rentner 1008 und 1001 Euro für den nationalen Warenkorb von 1000 Euro bezahlen müssen.

Silke Gajek, Sozialexpertin der Grünen im Schweriner Landtag, verwies darauf, dass das Preisniveau auch innerhalb der großen Landkreise im Nordosten sehr unterschiedlich sein kann. Ähnlich argumentierte Torsten Renz von der CDU: „In Güstrow zahle ich im Supermarkt wahrscheinlich genauso viel wie in München.“ Jörg Heydorn, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, erinnerte daran, dass die Rentenangleichung zwischen Ost und West seit Jahren schon eine Forderung seiner Partei ist.

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