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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 00:26 Uhr

MV gedenkt Opfer der Rechtsterroristen

vom

svz.de von
erstellt am 23.Feb.2012 | 07:50 Uhr

Schwerin | Um Punkt 12 Uhr blieben gestern in Schwerin die Straßenbahnen außerplanmäßig stehen. "Sehr geehrte Fahrgäste, wir legen jetzt eine Schweigeminute für die Opfer der rechtsextremen Terroristen ein", sagte der Fahrer einer der Bahnen per Durchsage. Im ganzen Nordosten hielten zahlreiche Menschen zur gleichen Zeit inne. Damit sollte an die Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) erinnert werden.

Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Schwerin beteiligten sich ebenfalls an dem Gedenken. In den Hallen der Werften in Wismar ertönte einem Unternehmenssprecher zufolge zunächst eine Sirene. Dann hätten die Mitarbeiter ihre Arbeit eine Minute lang niedergelegt. Auch die Beschäftigten der Stadtverwaltung Rostock, der Einrichtungen und Behörden der Justiz sowie der Werften in Rostock, Stralsund und Wolgast wollten der Opfer gedenken.

Zu der Schweigeminute aufgerufen hatten Unternehmen, Gewerkschaften, Kirchen und die Politik. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes erklärten, mit der Aktion solle ein Zeichen gegen Fremdenhass, Rassismus und rechtsextreme Gewalt gesetzt werden.

Die Zwickauer Neonazigruppe NSU wird auch für den Tod eines Mannes aus Mecklenburg-Vorpommern verantwortlich gemacht. Im Februar 2004 sollen die Rechtsterroristen einen Döner-Verkäufer in Rostock ermordet haben.

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