Engere Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft : MV-Forscher suchen Kooperation

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Horst Klinkmann dpa

Die Gesundheitswirtschaft ist eine der wenigen Wirtschaftszweige in MV, in denen seit Jahren neue, hochwertige Jobs entstehen. Nun wird eine engere Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft angestrebt.

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18. März 2013, 10:51 Uhr

Rostock | Wissenschaftler in MV streben auf dem Gebiet der sogenannten Life-Sciences eine engere Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft an. Dazu treffen sich am kommenden Donnerstag die Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns mit den führenden Vertretern aller deutschen Fraunhofer-Institute, die auf den Gebieten Medizin, Biologie, Medizintechnik oder Ernährungswirtschaft arbeiten. "Es ist das Ziel dieser hochkarätigen Konferenz auszuloten, auf welchen Forschungsgebieten die Gründung von Fraunhofer-Instituten möglich ist", sagte der Chef der Nordost- Gesundheitswirtschaft, Horst Klinkmann.

Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt in Deutschland derzeit 66 Institute und Einrichtungen und beschäftigt rund 22 000 Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung.

Die Gesellschaft verfügt über ein Forschungsvolumen von jährlich 1,9 Milliarden Euro. Sie ist eigenen Angaben zufolge die größte europäische Organisation für anwendungsorientierte Forschung. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mit dem Institut für Graphische Datenverarbeitung und dem Anwendungszentrum Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock zwei eigenständige Fraunhofer- Niederlassungen.

Es gebe in Mecklenburg-Vorpommern bereits gut funktionierende Firmen, die aus der Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft entstanden sind. Dazu gehöre die Neubrandenburger Prolupin GmbH, die nach jahrelanger Forschung die Blaue Süßlupine als Eiweißlieferant in die Ernährungsindustrie gebracht hat. Es gibt laut Klinkmann dank dieser Arbeiten heute eine Alternative zur Sojabohne, mit der etwa der Cholesterinstoffwechsel positiv beeinflusst werden kann.

"Wenn die Fraunhofer-Gesellschaft solche interessanten Bereiche mit großem Potenzial sieht, ist die Bereitschaft zur Investition da", betonte Klinkmann. Die Wissenschaftler können dann mit den aus ihren Forschungen entstehenden Produkten eigene Firmen gründen und ihre Entwicklungen bis zur wirtschaftlichen Reife bringen. Das Besondere der Rostocker Tagung sei die Breite der Wissenschaftsthemen aus dem Bereich der Gesundheitswirtschaft, sagte Klinkmann.

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