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MV-Export bricht im zweistelligen Bereich ein

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erstellt am 21.Jan.2010 | 08:19 Uhr

Schwerin | MV wird in diesem Jahr rund 1,7 Millionen Euro für die Außenwirtschaftsförderung zur Verfügung stellen: "Es kommt darauf an, dass wir von außen Kapital ins Land bekommen. Wir können uns gegenseitig die Haare schneiden, aber da verschieben sich nur die Einkommen im Land hin und her", sagte gestern Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) bei der Vorstellung der Außenwirtschaftsaktionen 2010. Laut Seidel setze man auf die Wachstumsfelder Umwelt- und Biotechnologie, Ernährungs- und Abfallwirtschaft, Auto- und Schiffbau-Zulieferer, Handwerk und Tourismus.

Seidel musste einräumen, dass MV im vergangenen Jahr mit Stand September 11,2 Prozent weniger Waren als noch 2008 exportiert hat - insgesamt im Wert von 3,8 Milliarden Euro. Der Minister führte dies auch auf die weltweite Krise zurück. "Das Land hat erhebliche Bedarfe bei der Exportquote, wenn wir weiter Sozialleistungen und den angestrebten Wohlstand finanzieren wollen", meinte er. Die Exportquote mache in MV 17 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus, deutschlandweit seien es 39 Prozent. Der Minister erwähnte aber auch, dass das Ernährungsgewerbe beim Export 24 Prozent zugelegt habe.

Geplant sind in diesem Jahr die Unterstützung dreier Unternehmensreisen nach Brasilien, Libyen und Vietnam sowie Messeauftritte, beispielsweise bei der Kunsthandwerkermesse in Mailand, sagte Seidel. Auch die Expo 2010 in Shanghai wird besucht und dies mit 100 000 Euro bezuschusst. Dort werde man sich beispielsweise mit dem Projekt "Grüne Mitte Parchim" präsentieren, das zeige, wie man mit Plattenbauten umgehe. In Brasilien wolle man auf Projekte der Umwelttechnik- und Technologie setzen. In das südamerikanische Land gebe es schon Kontakte , beispielsweise von Me-Le aus Torgelow. In Vietnam - mittlerweile die vierte Reise innerhalb von fünf Jahren - setze man auf die Schiffszulieferindustrie und den Ausbau von Infrastruktur, in Libyen auf Abfall- und Umweltwirtschaft.

Angesprochen auf die wenig ausgeprägten demokratischen Standards in Vietnam und Libyen meinte der Minister, dass er dort keine Außenpolitik betreiben werde: "Es geht um wirtschaftlichen Austausch". Man müsse indes auch Interesse daran haben, dass sich diese Länder weiterentwickelten, dies könne eher zum Guten führen als zum Schlechten, so Seidel.

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