Mangel an Pflegekräften : MV eröffnet Fachkräfte-Büro in Vietnam

Kontaktstelle des Landes in Hanoi soll bei der Anwerbung von Fachkräften helfen. Spezielle Förderung für Pflegeausbildung.

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25. September 2019, 05:00 Uhr

Beim Werben um ausländische Fachkräfte geht Mecklenburg-Vorpommern neue Wege: Ende Oktober soll eine Dependance des Landes in Hanoi eröffnet werden, kündigte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) im Interview mit unserer Redaktion an.

Das Kontaktbüro soll Anlaufpunkt für Unternehmen aus MV sein, die Fachkräfte aus Vietnam oder seinen Nachbarländern suchen, aber auch für asiatische Firmen, die in MV investieren wollen. Darüber hinaus sollen Interessenten aus Vietnam für den Arbeitsmarkt in MV aus- und weitergebildet werden.

Begonnen werde mit Berufen aus den Bereichen Pflege, Hotellerie und Gastronomie, heißt es aus dem Ministerium. Weitere Branchen sollen dazukommen. Ziel sei es, vor Ort zusammen mit dem Goethe-Institut pro Jahr 120 Frauen und Männer bis zum deutschen Sprachniveau B2 zu führen.

Bis zu 8000 Euro Förderung

Zudem unterstützt das Wirtschafts- und Gesundheitsministerium gezielt die Pflegeausbildung vietnamesischer Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern. Krankenhäuser können mit 2000, ambulante oder stationäre Pflegeeinrichtungen mit bis zu 8000 Euro gefördert werden, müssen allerdings auch einen Eigenanteil aufbringen.

Weitere Voraussetzung ist, dass die Einrichtungen mit einem Dienstleister einen Vertrag über die Gewinnung von mindestens zwei vietnamesischen Azubis für die Ausbildung in MV schließen. Diese müssen bis zum Sommer nächsten Jahres bereits in ihrer Heimat eine allgemein- und eine fachsprachliche Ausbildung durchlaufen.

Gute Erfahrung mit Vietnamesen

Die Rostocker Universitätsmedizin macht bereits seit dem vergangenen Jahr gute Erfahrungen mit vietnamesischen Pflege-Azubis. Im letzten Herbst sind 20, in diesem 25 junge Frauen und Männer in der Hansestadt in die Pflegeausbildung gestartet.
 

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