Gaspipeline-Projekt in der Ostsee : MV bekennt sich zu Nord Stream 2

Vor der Insel Rügen wurden bereits Rohre für die Gaspipeline Nordstream 2 verlegt.

Vor der Insel Rügen wurden bereits Rohre für die Gaspipeline Nordstream 2 verlegt.

Trotz Kritik auch der USA: Landesregierung steht zu Bau der Gasleitung Nord Stream 2 in der Ostsee.

svz.de von
24. Januar 2019, 15:11 Uhr

Die Landesregierung in Schwerin steht ungeachtet der Kritik europäischer Nachbarn und der USA am Bau der Gasleitung Nord Stream 2 weiterhin zu dem Milliardenprojekt. Die Gaslieferung aus Russland über die zweite Ostsee-Pipeline, die ebenfalls in Lubmin bei Greifswald anlandet, sei zur sicheren Energieversorgung nötig, sagte Energieminister Christian Pegel (SPD) am Donnerstag im Landtag in Schwerin. Zum einen gingen die Fördermengen in Westeuropa selbst zurück. Zum anderen werde Erdgas bei dem in Deutschland angestrebten Ausstieg aus der Atomkraft-Nutzung und der Kohleverstromung übergangsweise eine größere Bedeutung bekommen.

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Sanktionsandrohungen von US-Botschafter David Grenell gegenüber beteiligten deutschen Firmen hatten zuletzt die Debatte um das auch in der EU umstrittene Projekt angeheizt. Mecklenburg-Vorpommern betreibe keine Außenpolitik und halte sich daher bei politischen Bewertungen zurück, betonte Pegel in der von der Fraktion Freie Wähler/BMV initiierten Aussprache.

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Das Projekt habe ein rechtsstaatliches Verfahren durchlaufen und sei auch von Gerichten geprüft worden. Die Beteiligten aus sechs europäischen Ländern hätten deutlich gemacht, dass sie sich nicht einschüchtern ließen. „Alle sind noch mit im Boot“, sagte Pegel.

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