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Fahrradtourismus : MV bei Radreisen nur Mittelmaß

vom
Aus der Onlineredaktion

ADFC kritisiert bauliche Mängel an den Wegen und die lückenhafte, veraltete Beschilderung

Im Fahrradtourismus ist Mecklenburg-Vorpommern nur im Mittelfeld unterwegs. In der aktuellen Radreiseanalyse, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club gestern auf der ITB in Berlin vorgestellt hat, kam der Nordosten im Vergleich der beliebtesten Radreise-Regionen nur auf Platz sieben. Auf Platz eins bleibt den Angaben zufolge Bayern. Grundlage für die Reiseanalyse ist eine laut ADFC repräsentative Online-Umfrage unter 7000 Bundesbürgern.

Das Abschneiden Mecklenburg-Vorpommerns sei enttäuschend, sagte Martin Elshoff vom ADFC-Landesvorstand. Die Mittelfeld-Platzierung habe MV schon im Vorjahr gehabt, nachdem es im Jahr davor noch Platz drei gewesen sei. Elshoff kritisierte Qualitätsprobleme im Radwegenetz Mecklenburg-Vorpommerns. Es gebe bauliche Mängel an den Radwegen und die Beschilderung sei lückenhaft, veraltet und verblichen. Der Ostseeküstenradweg sei im Nordosten zu 20 Prozent mit Baumängeln behaftet. Der ADFC mache schon seit geraumer Zeit auf die Qualitätsprobleme aufmerksam, doch bisher sei nichts passiert. „Das merken die Radfahrer“, sagte Elshoff. Demnächst soll es immerhin ein Gespräch dazu im zuständigen Verkehrsministerium geben.

Die Präsidentin des Landestourismusverbandes, Sylvia Bretschneider, räumte ein: „Inzwischen sind uns einige Regionen im Radreisetourismus um eine Nasenlänge voraus.“ Es sei wichtig, dass gemeinsam mit der Politik auf Landes-, Kreis- und Ortsebene Konzepte für die Erhaltung und Entwicklung wichtiger Radwege erarbeitet werden, um in der Gunst der Radurlauber wieder zuzulegen.

Radtourismus wird dem ADFC zufolge immer attraktiver. Im vergangenen Jahr haben den Angaben zufolge 5,2 Millionen Bundesbürger einen Radurlaub unternommen – 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Leicht gestiegen sei dabei der Anteil der Reisenden mit Elektrofahrrad sowie der Streckenradler, die unterwegs wechselnde Unterkünfte nutzen. Zwar nutze jeder zweite Radreisende das Smartphone zur Navigation. Am wichtigsten für die Orientierung vor Ort seien aber nach wie vor die klassische Karte und vor allem die Wegweisung. 

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