zur Navigation springen

World Predator Classic Street Fishing Event : Mecklenburger erfolgreich beim Angel-Weltcup

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Fünfter Platz für Akteure des Rehnaer Angelteams beim holländischen „World Predator Classic Street Fishing Event“

svz.de von
erstellt am 29.Jun.2017 | 20:45 Uhr

Angelsport, das ist nicht mehr allein etwas für Leute vom Land. In modernen urbanen Räumen nutzt und genießt insbesondere die junge Generation die Naturräume in den Städten. Der Angelsport gehört dazu.

Ein Markt mit Potenzial, vor allem aber ein Treffpunkt für Angler aus ganz Europa. „Mitglieder unseres Teams waren erfolgreich bei den World Predator Classic im Street Fishing – eine Meisterschaft im Raubfischangeln in Städten“, erzählt Heiko Sander. Der junge Mann unterhält in Rehna ein Angelfachgeschäft und ist Kenner der Szene. Der jetzt im holländischen Hellevoetsluis ausgetragene Wettbewerb war für ihn der Wahnsinn, wenn auch aus der Ferne. „Aus technischen Gründen war es mir die langersehnte Teilnahme persönlich nicht möglich. Mein Teampartner Andre Griesberg holte aber den 5. Platz“, so Sander.

Wettbewerb: Ein Hecht wird gemessen und gewogen
Wettbewerb: Ein Hecht wird gemessen und gewogen
 

Drei Tage wetteiferten 150 Teilnehmer in 75 Teams im Raubfischangeln um beste Ergebnisse. Technik und Taktik stehen dabei oben an. Stellt sich der Erfolg ein, wird eine sanfte Landung der Fische vorausgesetzt, um ihnen am Ende wieder die Freiheit zu schenken. „Catch & Release“ – Angeln und zurückgeben nennt sich die Methode. Während sie in Deutschland mit geltenden Regelungen nicht vereinbar ist, wird die Methode im europäischen Ausland angewendet.

So landen beim Raubfischweltcup Hechte, Zander und Barsche auf dem Fangtisch. „Teamkollege Griesberg hatte einen guten Start und führte die Tabelle am ersten Tag an“, erzählt Sander.

Die mehrjährige Teilnahme zahlte sich für das Team aus Nordwestmecklenburg aus. Kenntnisse über die Gewässerstruktur und das Verhalten der Fische sind ausschlaggebend. „Er fand tatsächlich eine Gumpe, ein Strudeltopf im Wasserlauf, wo die Fische über Grund standen“, erzählt der Rehnaer Angelfreund. Die passenden Köder dürfen da nicht fehlen. Leichtes und mittleres Fischen sei aktuell. So bewegt sich die Größe der Gummiköder zwischen neun und zwölf Zentimeter, die im bis zu fünf Meter tiefen Wasser über Grund angeboten wurden. Durch ein gefühlvolles Zupfen wird der Jagdinstinkt bei den Räubern geweckt.

Vom bloßen Metallköderspinnen sind Griesberg und der auf Platz 14 erfolgreiche Heiko Kähler längst weit entfernt. Für moderne Straßenangler hält der Markt passgenaue Angelruten bereit. „Mit Längen von 1,80 Meter kommst du überall durch“, sagt Sander. Selbst bei einem Standortwechsel mit der U-Bahn oder anderen öffentlichen Nahverkehrsmitteln lässt sich solch eine leichte Rute schnell demontieren und nach kurzer Fahrt unter Brücken der Stadt zum Fang vorbereiten. Sanfte Spitzen, eine gute Aktion und Köder von 0,5 bis fünf Gramm gehören zur Ausrüstung eines Street-Anglers.

Nun, die Stadt Rehna bietet mit dem Mühlenteich und kleinere Stromschnellen flussabwärts einige wenige Möglichkeiten. Heiko Sander und sein „Freaky-fish-Team“ sehen allerdings Ziele wie Kopenhagen oder Städte in Polen als Herausforderung. „Da triffst du Menschen aus der ganzen Welt, tauschst Köder, die es beispielsweise nur in Amerika gibt gegen Gummifische aus Deutschland. Schon toll“, meint der Rehnaer Geschäftsinhaber.

Im kommenden Jahr wird es eine weitere Auflage des „World Predator Classic Street Fishing“ geben. Aller Voraussicht nach treffen sich die Raubfischspezialisten dann in Amsterdam. Die Stadt mit ihren Grachten gilt durchaus als interessantes Angelgebiet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen