zur Navigation springen

Dickfisch : Lewitz: Anglerglück beim Wintersturm

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Alfred Schmidtke aus Sukow holte einen zwölf Kilogramm schweren Hecht aus dem Banzkower Kanal

von
erstellt am 19.Jan.2015 | 20:00 Uhr

Das war Schwerstarbeit. Aber Alfred Schmidtke aus Sukow ist stolz und glücklich über den größten Fang seines Lebens. Seit 50 Jahren ist der 72-Jährige Angler. Er hat schon so manchen prächtigen Karpfen aus dem Wasser gezogen und zu DDR-Zeiten auch einmal einen 1,14 Meter großen Hecht erbeutet. Doch der am Freitag gefangene Hecht übertrifft diesen noch um einiges: 1,20 Meter und zwölf Kilogramm ergab die Messung im Banzkower Angelladen. Doch bis der Sukower sich dort seinen Fang bestätigen lassen konnte, war es eine zeit- und kraftraubende Angelegenheit.

Wenn es geht, ist Alfred Schmidtke jeden Tag am Wasser, um seiner Angelleidenschaft nachzugehen. Auch am Freitag wagte er sich raus – nicht trotz, sondern wegen des Wintersturms. Denn im aufgewühlten Wasser erkennen die Hechte ihre Jäger am Ufer nicht so schnell, erläutert der Fachmann. Der Sukower ist Mitglied im Schweriner Angelverein „Greif“, aber auch gern in der nahen Lewitz unterwegs. Diese besondere Angeltour führt ihn zum Banzkower Kanal. „Nach mehr als zwei Stunden bei Wind und Regen hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben, als plötzlich das Flott verschwand“, erzählt der Rentner. Das Vorspiel der Auseinandersetzung zwischen dem Raubfisch und seinem Jäger begann. Alfred Schmidtke ließ nicht locker, ging mit dem Hecht an der Leine ein Stück am Ufer entlang, bevor das eigentliche Kräftemessen startete. „Das ging über mehrere Runden, bevor sich der Hecht breitseitig ans Kanalufer legte“, berichtet der Angler. Der mächtige Fisch war müde, aber noch nicht erlegt. „Und mein Kescher war viel zu klein, um diesen Hecht aus dem Wasser zu holen.“ Waidgerecht griff der erfahrene Angler deshalb in die Kiemen, um das Tier zur Strecke zu bringen – mit Erfolg.

Doch nach dem Angelglück stand der Petri Jünger vor einen ganz anderen Problem: Alfred Schmidtke hatte sich während seiner Angeltour erheblich von seinem Auto entfernt und musste nun rund 1,5 Kilometer zu Fuß zum Parkplatz zurückgehen – mit der kompletten Angelausrüstung und dem zwölf Kilogram schweren Hecht im Gepäck. „Da wusste ich aber noch nicht, dass es zwölf Kilogramm sind“, erzählt Alfred Schmidtke. Denn das zeigt sich erst bei der Messung im Banzkower Fachgeschäft.

Der Sukower ließ sich dort den Fang bestätigen, damit dieser auch in der Bestenliste des Landesanglerverbandes auftaucht. „Im Laufe des Jahres werden sicher noch größere und schwerere Hechte geangelt“, ist der Sukower überzeugt. „Aber derzeit dürfte dieser Fisch vorn stehen.“ In der persönlichen Liste von Alfred Schmidtke ist dieser Fang auf jeden Fall der bislang eindrucksvollste.

Und wie es sich für einen Angler gehört, wurde der Fang auch gleich von Alfred Schmidtke verarbeitet: Schon am Wochenende stand Hecht auf dem Tisch der Familie. Der Sukower filetierte den Fisch, bereitet ihn portionsgerecht zu. „Einen Teil habe ich gleich frisch gebrachten“, verrät Alfred Schmidtke. Ein Teil des Fanges wurde aber auch an Verwandte verschenkt, einige Stücke wanderten in die Tiefkühltruhe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen