zur Navigation springen

Sportangelverein 90 Warin : Angler feiern Sommerfest

vom

Ein geselliges Wesen wird Anglern nicht nachgesagt. Doch die Angler des Sportangelvereins Warin wollen das so nicht stehen lassen. Jedes erste Wochenende nach den Ferien laden sie zum Sommerfest ein.

svz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 09:52 Uhr

Warin | Ein ausgesprochen geselliges Wesen wird dem Angler eigentlich nicht nachgesagt. Doch die Angler des Sportangelvereins 90 Warin wollen das so nicht stehen lassen. Jedes erste Wochenende nach den Ferien laden sie die Mitglieder zum Sommerfest ein. Vereinsmitglied Frank Schildt empfängt die Gäste auf seinem Grundstück am Wariner See, ein Partyzelt steht für schlechtes Wetter bereit. In diesem Jahr fanden sich leider nur 24 Gäste zum gemütlichen Beisammensein und anschließendem Gemeinschafts-Angeln ein.

Die Vereinsvorsitzende Sylvia Vetter weiß, dass viele Angler nur Mitglied werden, um einen Angelschein zu bekommen. Insgesamt sind 250 Mitglieder registriert. Doch eine kleine gesellige Gruppe findet sich immer zu den sechs Veranstaltungen des Vereins ein. Sie schätzt, dass etwa 60 Mitglieder aktiv sind. Sie kommen zum Anangeln im April, Familienangeln mit Frauen und Kindern im Mai und dem Nachtangeln. Die Meisten finden sich zum Abangeln im September und Raubfischangeln im November ein. Arbeitseinsätze organisieren die Ortsgruppen selbst.

Drei Gewässer betreut der Verein über Verträge vom Landesamt: den Loofsee, Tramser See und Triensee. Hier werden wichtige Ufer-Pflegearbeiten übernommen. Der Pröbbower See ist ihr Vereinspachtgewässer. Andreas Schlüter spricht aus, was ihn stört. "Die Angler stehen immer im Ruf, alle Seen leer zu fischen, aber dass wir durch unsere Arbeitseinsätze für den Zugang zu vom Ufer, den Erhalt der Gewässer und der Fischpopulation sorgen, wird nicht wahrgenommen." Schließlich gehöre auch der Fischbesatz, Stegpflege und Renaturierungsmaßnahmen zu ihren Aufgaben. Frank Schildt ärgert sich über die Politiker: "Die Naturschützer erlassen immer unsinnigere Gesetze und machen uns das Leben schwer", sagt er. Momentan erhitzt die Gemüter die Erhöhung der Gebühr für die Ostsee-Angelberechtigung. "Der Jahresbeitrag soll von 20 auf 45 Euro steigen. Das ist doch unverschämt", so Sylvia Vetter. Bis jetzt sei Angeln noch eines der billigen Hobbys gewesen, aber langsam macht es keinen Spaß mehr, so Vetter weiter. "Wir protestieren und hoffen, dass wir das noch abgebogen bekommen."

Doch beim Sommerfest wollen sich die Angler nicht nur ärgern. Ihr Abend klingt mit einer Runde Skat beim Licht der Feuerschale aus, während es einige noch mal auf den See zieht. "Wir versuchen uns heute an Aal", sagt Frank Schildt und steigt ins Boot zu Andreas Schlüter. Kurt Winter hatte heute genug Geselligkeit und fährt allein: "Ich muss nicht unbedingt was fangen. Ich genieße die Ruhe und hänge meinen Gedanken nach, das ist für mich Erholung."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen