Mutige Bürger helfen bei der Verbrecherjagd

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17. Mai 2013, 08:59 Uhr

Schwerin | Zivilcourage ist keine Frage des Alters - und sie kann Menschen retten oder Räuber aufhalten. In den vergangenen Tagen gab es in Schwerin gleich mehrere Beispiele, bei denen auch ältere Menschen beherzt eingriffen und daraufhin Straftäter gefasst werden konnten.

Der Leiter der Schweriner Polizeiinspektion, Ingo Renk, bedankte sich in dieser Woche mit einem Präsentkorb bei einem 62-Jährigen, der half, einen Räuber in einem Discounter am Margaretenhof zu stellen. Laut Polizeisprecher Steffen Salow hatte der Mann durch das Schaufenster beobachtet, wie ein großer, schlanker junger Mann mit einem voll gepackten Rucksack mit den beiden Verkäuferinnen offenbar in Streit geraten war. Ihm schwante Übles, also verständigte er zuerst mit seinem Handy die Polizei, bevor er selbst in den Laden ging, um den beiden Frauen zu helfen. "Da ein Streifenwagen gerade in Lankow unterwegs war, kamen die Kollegen schnell zum Margaretenhof", sagt Steffen Salow. Bis dahin hatte der 62-Jährige den Dieb in Schach gehalten. Der hatte seinen Rucksack im Geschäft voll mit Flaschen beladen und wollte ohne zu zahlen aus dem Geschäft stürmen. Weil er nun gegen drei Menschen seine Beute verteidigte, wurde aus dem Diebstahl ein räuberischer Diebstahl, erklärt Salow. Ein weitaus gravierenderes Delikt und härteren Konsequenzen. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand.

Anders ging ein couragierter Eingriff auf dem Marienplatz aus: Ein Schweriner, der früh morgens zwei Männer daran hinderte, eine Frau aus Togo weiter zu beleidigen und zu belästigen, wurde von ihnen niedergeschlagen. Seine beiden - polizeibekannten - Angreifer sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

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