Negativpreis : „Musik-Gordi“ für Brodkorb

Der „Preisträger“ Matthias Brodkorb
Der „Preisträger“ Matthias Brodkorb

svz.de von
15. April 2015, 20:52 Uhr

Bei der Internationalen Musikmesse in Frankfurt am Main ging gestern der diesjährige Negativpreis „Musik-Gordi“ nach MV – an Mathias Brodkorb, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Er erhält den gordischen Knoten des Musiklebens, der vom Magazin „Musikforum“ mit der „neuen musikzeitung“ ins Leben gerufen wurde. „Die Liste der Fehlentscheidungen und der daraus resultierenden Missstände in MV sind beispiellos in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik“, so Prof. Christian Höppner, Chefredakteur des Musikforums. „Die von Minister Brodkorb zu verantwortenden Schließungen, Fusionen und Kürzungen fügen dem Land Schaden zu und verstoßen gegen die Unesco-Konvention ,Kulturelle Vielfalt’.“

In anderen Ländern sei es üblich, dass Kulturpolitiker für den Erhalt der Kultur kämpfen, heißt es. „In MV können sich die Finanzpolitiker entspannt zurücklehnen. Kulturminister Brodkorb erledigt den Job ganz alleine.“ Angeführt werden u. a. Kürzungen in Schwerin, Spartenschließungen in Rostock und dabei wegfallenden Arbeitsplätzen. Kultur in MV verkümmere zur Nebensache, so die Jury.

Der Schmähpreis in Form einer verknoteten Blockflöte wird seit 2013 verliehen. Neben Brodkorb waren Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission und die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres nominiert.

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