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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 04:40 Uhr

Museum statt Monitor

vom

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erstellt am 24.Jun.2013 | 10:07 Uhr

Mit dem Beginn der Sommerferien haben Museen, Zoos und Bibliotheken mit ihren Ferienprogrammen gestartet. Ob als Tierpfleger im Stralsunder Zoo, als Nachwuchsforscher im Müritzeum oder als Künstler – Schüler können sich landesweit an Projektwerkstätten und Ferienkursen beteiligen.

Für Kinder aus sozialschwachen und benachteiligten Familien wird dank Spenden der Traum von Ferien in einem Camp oder auf dem Reiterhof wahr. Über den Kinderferienfonds von Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern und Deutschem Kinderhilfswerk wurden allein 12 800 Euro bereitgestellt, damit 147 Kinder aus armen Familien verreisen können.

Obwohl rund 2200 Euro weniger als 2012, konnte damit 23 Kindern mehr eine Ferienauszeit von zu Hause ermöglicht werden, sagte ein Sprecher des Landesjugendringes. Dazu seien die Förderbedingungen geändert worden. Auch die nicht kommerziellen Anbieter wie die AWO Reise gGmbH haben durch Spenden Geld eingeworben, um Kindern aus sozialschwachen Familien die Teilnahme an einem Camp zu ermöglichen.

Expeditionen zu Fledermaus und Wolf

Die Nachfrage nach geförderten Plätzen sei größer als das Angebot, bedauerte Franziska Bitter von der AWO Reise gGmbH in Kröpelin. Wer sich jetzt spontan für eine Kanutour oder ein Badecamp entschließt, findet noch freie Plätze – allerdings nur zum regulären Preis.

Die Ferienangebote in den Museen und Ausstellungszentren sind vor allem darauf angelegt, Spaß zu haben. „Es bleiben Ferien“, sagte Torsten Weiß, Umweltpädagoge am Müritzeum in Waren. Wenn die Kinder dabei noch etwas lernen, sei das schön. Das Müritzeum lockt mit speziellen Ferienaktionstagen zur Fledermaus oder zum Wolf. Im Ozeaneum in Stralsund können kleine Meeresforscher von kommendem Donnerstag an bis Ende Juli unter fachmännischer Anleitung experimentieren. Anmeldungen sind dort vorab erforderlich.

30 Bibliotheken des Landes – von Schwerin bis Anklam – laden mit spannender Lektüre zu den Ferienleseclubs. In Greifswald öffnen die Kunstwerkstätten. Das Angebot der Ferienwerkstätten reicht von der Holzbearbeitung übers Malen bis zum Töpfern, wie eine Sprecherin sagte. Auch das Kulturhistorische Museum Rostock bietet mehrere Ferienprogramme für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren an. In diesem Jahr wird den Kindern zum Beispiel das Rostock längst vergangener Zeiten in einer Sonderausstellung historischer Fotos präsentiert, wie Museumschef Steffen Stuth sagte.

Mobil mit dem Schülerferienticket

Während die Angebote in den Städten dicht gesät sind und reichlich Auswahl bieten, ist es für Kinder auf dem Land eher schwer, ein passendes Ferienangebot zu finden. Oftmals scheitert die Teilnahme am Transport der Kinder, wenn die Eltern arbeiten müssen, bedauert Torsten Weiß.

Mobilität verspricht das Schülerferienticket. Mit dem Ticket für 28 Euro können Schüler in den Sommerwochen kreuz und quer mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Mecklenburg-Vorpommern fahren.

Erstmals gilt das Ticket auch für eine Fahrt nach Hamburg. Zudem gebe es für Ticketinhaber Ermäßigungen in einer Reihe von Touristen-Attraktionen, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Im vergangenen Jahr seien 14 000 Stück verkauft worden, hieß es.

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