Nach Betrugsfall : Müritz-Awo gibt ein Viertel der Kitas auf

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Der Kreis sucht neue Betreiber für die Kindergärten.

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21. Dezember 2017, 20:55 Uhr

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sucht Betreiber für weitere Kindertagesstätten, die der Müritz-Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aufgibt. „Ich bin maßlos enttäuscht von diesem sozialen Träger“, sagte Landrat Heiko Kärger (CDU) am Donnerstag in Neubrandenburg der Deutschen Presse-Agentur. Die AWO Müritz gGmbH Waren, die wegen Bereicherungsvorwürfen in die Schlagzeilen geraten war, hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie sich aus wirtschaftlichen Gründen von drei weiteren Kindergärten trennen will. Betroffen sind Eltern in Lärz, Sietow und Schwinkendorf. Damit gibt die AWO 5 ihrer bisher 20 Kitas auf.

Der Warener AWO-Kreisgeschäftsführer war Mitte 2016 entlassen worden, weil er sich nach Untersuchungen des Landesverbandes ein unverhältnismäßig hohes Gehalt zugeschanzt haben soll. Dabei war der damalige Kreisverbandvorsitzende, der auch Vize-Chef der Landes-AWO war, beteiligt und soll ebenfalls profitiert haben. Ein Rechtsstreit läuft noch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreueverdachts.

Ein Untersuchungsausschuss des Landtags befasst sich ebenfalls damit.

Für zwei andere Kindergärten, die die Müritz-AWO Anfang 2018 aufgibt, hat der Kreis neue Träger gefunden. Ziel der Neuausrichtung der AWO Müritz gGmbH sei es, wirtschaftlich nachhaltige Strukturen zu entwickeln, hieß es vom Kreisverband. „Ich verstehe die AWO nicht, früher musste sich das doch auch tragen“, kritisierte der Landrat.

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