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Mecklenburg-Vorpommern

16. Dezember 2017 | 02:23 Uhr

München top, Neubrandenburg flop

vom

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2012 | 07:33 Uhr

Nürnberg | Westmecklenburg gehört zu den attraktivsten Arbeitsmarktgebieten Norddeutschlands: Der zur Metropolregion Hamburg gehörende Bezirk zwischen Wismar und Parchim liegt im bundesweiten Ranking der 50 Arbeitsmarktregionen im Mittelfeld, im Norden aber in der Spitzengruppe, ergab eine jetzt vorgestellte Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg - Platz 22 im bundesweiten Vergleich, Platz 1 für die Region München.

Dabei profitiert Westmecklenburg vor allem vom Jobboom in Hamburg. Die Hansestadt gehört zu den Regionen in Deutschland, in denen die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den vergangenen zehn Jahren um bis zu zehn Prozent zugenommen hat. Bundesweit lag der Beschäftigungszuwachs im Durchschnitt bei 3,3 Prozent, ermittelten IAB-Arbeitsmarktforscher.

Die Tendenz hält an: Der Großraum Hamburg habe in den vergangenen fünf Jahren bundesweit am meisten an Attraktivität gewonnen, geht aus dem Ranking der Arbeitsmarktregionen hervor. So rückte die Region um acht Plätze auf Rang 22 vor - der größte Sprung, stellten die IAB-Experten fest. Bei der Bewertung der Regionen haben die Arbeitsmarktforscher neben der Zahl der Arbeitslosen 22 weitere Indikatoren, darunter die Art der angebotenen Stellen und die Verdienstmöglichkeiten, berücksichtigt.

Deutlich schlechter schneiden die anderen Landesteile Mecklenburg-Vorpommerns ab. Die Regionen Rostock aber auch Greifswald-Stralsund rangieren unter den letzten zehn Arbeitsmarktregionen im Bundesgebiet. Schlimmer ist es nirgendwo in Deutschland: Neubrandenburg hält gar die rote Laterne, geht aus der Rangliste hervor. Das wundert nicht: Im ehemaligen Landkreis Demmin brach im Zehn-Jahresvergleich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung um 26,2 Prozent ein - der stärkste Rückgang bundesweit. Auch die angrenzenden Kreise Mecklenburg-Strelitz, Uecker-Randow und Güstrow hatten mit einem sehr starken Rückgang um mehr als 21 Prozent zu kämpfen, listeten die IAB-Forscher auf. Ein Generalproblem in den neuen Ländern: Die meisten ostdeutschen Regionen zählen zu den unattraktivsten Arbeitsmarktregionen Deutschlands.

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