Sondermüllhalde Ihlenberg : Mülldeponie Ihlenberg beschäftigte jetzt auch Lübeck

Lübecker Umweltausschuss ist besorgt über die umstrittene Müllhalde in MV

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20. November 2018, 16:29 Uhr

Ein interner Bericht über Grenzwertüberschreitungen auf der Mülldeponie Ihlenberg in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigte jetzt auch den Umweltausschuss der Lübecker Bürgerschaft. Dort sollte am Dienstag die Geschäftsführung der Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft (IAG) zu Vorwürfen befragt werden, wonach auf der Deponie nahe der Hansestadt Lübeck regelmäßig Abfälle lagern, bei denen die zulässigen Grenzwerte von gesundheitsgefährdenden Schwermetallen überschritten werden.

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Autor des internen Berichts, der Mitte November bekannte wurde, ist der ehemalige Abteilungsleiter Stefan Schwesig, der Ehemann von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

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Die Deponie ist auch in Lübeck umstritten. Umweltschützer befürchten, dass Giftstoffe aus der Deponie ins Grundwasser gelangen und das Lübecker Trinkwasser belasten könnten. Sie wurde 1979 von der DDR in Betrieb genommen. Seither landeten dort rund 19 Millionen Kubikmeter Hausmüll und gewerbliche Abfälle, darunter auch giftige Industrierückstände. Die Aufnahme von Sondermüll aus Westeuropa sollte einst Devisen in die klammen Kassen der DDR spülen.

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