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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 14:14 Uhr

Kommunen in Not : Müll verschandelt MV

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Illegal weggeworfener Abfall verschmutzt die Umwelt

Hunderte Tonnen Müll werden jedes Jahr in Mecklenburg-Vorpommern in die Landschaft geworfen. Allein die Ordnungsbehörden des Landkreises Ludwigslust-Parchim registrierten im vergangenen Jahr 175 Fälle von illegalen Müllablagerungen, wie Landkreissprecher Andreas Bonin berichtete.„61 Tonnen Abfall wurden vom Landkreis eingesammelt und entsorgt“, sagte er. Dafür musste der Steuerzahler 34 345 Euro aufbringen. Immerhin werden einige Umweltsünder ermittelt: 57 Bußgeldverfahren gab es voriges Jahr in dem Landkreis, Geldstrafen in Höhe von insgesamt 27 173 Euro wurden verhängt.

Ähnlich hoch sind die Kosten in Schwerin. Die Landeshauptstadt bezahlt für die Beseitigung der größeren illegalen Müll-Ablagerungen jährlich etwa 30 000 Euro, wie die Pressestelle der Stadtverwaltung mitteilte.

In der Saison werden zusätzlich die Rand- und Mittelstreifen der Einfahrtsstraßen regelmäßig gereinigt. Anreisende Gäste sollen keinen schlechten Eindruck von der Landeshauptstadt bekommen. Dabei muss niemand seinen Müll auf die Straße werfen, weil er ihn sonst nicht losbekäme. Überall in den Kommunen hängen und stehen Papierkörbe.

Die Umweltschutzorganisation BUND appelliert an Strandurlauber, keinen Plastikmüll am Wasser zurückzulassen. Mit einer Beräumungsaktion zu Saisonbeginn soll am Donnerstag in Zingst auf das Problem aufmerksam gemacht werden. „Indem wir Plastikverpackungen vermeiden und nicht mehr zu Einweg-Produkten greifen, können wir das Risiko senken, dass diese Stoffe in die Meeres-Umwelt gelangen“, sagte Elke Körner vom BUND-Landesverband MV. Durch die Reinigung der Strände mit schweren Maschinen ergebe sich ein weiteres Problem, hieß es von der Kur- und Tourismus GmbH Zingst: Strandlebensräume, die Nischen für kleine Krebstiere und Pionierpflanzen bieten, würden nach und nach vernichtet.

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