Skandal in Karft : Müll auf Acker: Liefervertrag gekündigt

Plastikmüll auf einer Grünfläche bei Karft Fotos: svz
Plastikmüll auf einer Grünfläche bei Karft Fotos: svz

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11. Dezember 2014, 20:41 Uhr

Plastikteile in Gärresten aus einer Biogasanlage in Karft nahe Wittenburg: Nach dem Müllskandal auf Feldern Westmecklenburgs zieht der Betreiber des betroffenen Bio-Kraftwerks die Reißleine. Künftig sollen keine aufbereiteten Speisereste einer Zulieferfirma aus Ludwigsfelde mehr in der Biogas-Anlage eingesetzt werden, kündigte die Geschäftsführung gestern gegenüber unserer Redaktion an. Mit sofortiger Wirkung seien gestern alle Geschäftsbeziehungen mit dem Zulieferer beendet worden. Beim Einsatz der aufbereiteten Lebensmittel könne man nicht hundertprozentig sicher sein, dass keine Plastikteile mehr auf die Felder gelangen. Daher wolle man kein Risiko eingehen. Das Unternehmen wolle keinen Müll auf Feldern entsorgen, sagte der Geschäftsführer.

In den vergangenen Wochen waren auf mehreren Hektar in Gärresten auf Feldern Plastikteile von Lebensmittelverpackungen entdeckt worden. Die Betreiber der Biogasanlage räumten Fehler bei der Ein- und Ausgangskontrolle der aufbereiteten Lebensmittel und der Gärreste ein. Das hatte Landwirte und Behörden alarmiert. Über das Ausmaß soll die Ergebnisse von 18 gezogenen Proben Aufschluss geben.

Künftig sollen in der Anlage in Karft nur noch Rückstände von Fettabscheidern verarbeitet werden, teilte die Geschäftsführung mit. Die noch in der Anlage befindlichen Reststoffe sollen separiert und die Feststoffe in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt werden.

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