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Landesregierung : Moskau stützt Kaufabsicht für P+S-Werft

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Wohlwollen ja, Garantien nein. Bei der Suche nach einer Zukunft für die Stralsunder Werft kann das Land MV nicht auf direkte Zusagen Moskaus hoffen. Doch hat Nordic-Chef Witali Jussufow offenbar gute Drähte.

svz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 07:11 Uhr

Schwerin/Moskau | Nordic-Yards-Chef Witali Jussufow hat für die geplante Übernahme der Stralsunder Werft offenbar den Segen der russischen Regierung. Die schon von der russischen Botschaft in Berlin abgegebene Erklärung, dass das Interesse von Nordic Yards am Erwerb der P+S-Werft positiv gesehen werde, sei bei einem Moskau-Besuch bestätigt worden. Das teilten Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern nach ihrer Rückkehr in einer gemeinsamen Erklärung mit. Beide Politiker hatten am Donnerstag in Moskau den für Werften zuständigen Industrie- und Handelsminister Denis Manturow zu einer Unterredung getroffen. Ziel sei es dabei gewesen, das Interesse des russischen Staates an einer dauerhaften Zusammenarbeit mit der Stralsunder Werft zu erkunden. Zusagen für künftige Aufträge habe es aber nicht gegeben. Wegen der "klaren industriepolitischen Ausrichtung auf Schiffbaubetriebe in Russland" könne es solche Absprachen nicht geben, erfuhren Sellering und Glawe. Auch eine Vereinbarung "über gleiche Bedingungen bei der Auftragsvergabe für mecklenburg-vorpommersche Werften in russischer Hand wie für Schiffbaubetriebe in Russland" stehe nicht zur Diskussion, hieß es in der Erklärung. Die Landesregierung werde nun die Ergebnisse der Reise mit dem Insolvenzverwalter der Stralsunder Werft, Berthold Brinkmann, auswerten. Laut Staatskanzlei erfolgte die Reise Sellerings und Glawes in Abstimmung mit Brinkmann, dem nach eigenen Angaben mehrere Kaufangebote für die Stralsunder Werft vorliegen. Nun gelte es zu klären, "welche Folgerungen für die Entscheidung zwischen mehreren Interessenten zu ziehen sind", betonten Sellering und Glawe.

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