Klimaschutzzertifikat : Moor-Zertifikate für Polder ausverkauft

Die Moorfutures werden für Projekte zur Wiedervernässung genutzt.

Die Moorfutures werden für Projekte zur Wiedervernässung genutzt.

Für den Standort zur Produktion von Kohlenstoffzertifikaten wurden 14 325 „MoorFutures“ zum Einzelpreis von 35 Euro verkauft.

svz.de von
07. November 2018, 09:18 Uhr

Die Klimaschutzzertifikate „MoorFutures“ zur Moorwiedervernässung des Polders Kieve sind nach etwa fünf Jahren ausverkauft. Für den weltweit ersten Standort zur Produktion von Kohlenstoffzertifikaten wurden 14 325 „MoorFutures“ zum Einzelpreis von 35 Euro verkauft, teilte das Schweriner Umweltministerium gestern mit. Die Einnahmen in Höhe von rund 500 000 Euro dienen der Deckung der Projektkosten. „Der Erfolg spornt uns an, weitere Projekte im Land umzusetzen“, sagte Minister Till Backhaus (SPD). „Wir werden in Kürze mit einem neuen Standort an den Start gehen.“

“Die Aktion habe gezeigt, dass man Klimaschutzprojekte für den freiwilligen Kohlenstoffmarkt auch in Deutschland realisieren könne“, sagte Backhaus. Rund 70 Prozent der Käufer waren Privatpersonen.

Wegen der relativ kleinen Einzelmengen pro Kauf machte dies aber nur knapp zehn Prozent der „MoorFutures“ aus. Private Käufe dienten hauptsächlich der freiwilligen Kompensation der eigenen Treibhausgasemission, seien aber auch als attraktives Geschenk zu verschiedenen Anlässen verwendet worden.

Die Klimaschutzaktion „MoorFutures“ in Mecklenburg-Vorpommern ist auch schon mehrfach als offizielles Dekade-Projekt der Vereinten Nationen geehrt worden. „MoorFutures“ sind Emissionszertifikate für den freiwilligen Kohlenstoffmarkt. Dabei steht ein „MoorFutures“-Zertifikat für eine Tonne Kohlendioxid-Äquivalente, die der Atmosphäre durch Moorwiedervernässung erspart wird.

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