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Usedom-Krimi mit Katrin Sass : „Mörderhus“ in der Idylle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für die vierte Folge des „Usedom-Krimi“ steht Katrin Sass erneut auf der Ostseeinsel vor der Kamera

Astrid Danegger ist die Eigentümerin des „Mörderhuses“ in Morgenitz. Dort lebt die Keramikerin ganz entspannt in dem reetgedeckten Haus, das in der TV-Reihe „Usedom-Krimi“ die Kulisse für düstere Todesfälle bildet. In der Regel fahren hier selten Autos auf der Pflasterstraße entlang, doch in diesen Tagen parken Lastwagen mit Filmtechnik, Wohnmobile und Kamerakräne neben Daneggers Grundstück. „Ich sehe das ganz gelassen“, sagt die Hausbesitzerin. „Mir gefällt, dass interessante Leute herkommen.“

Auf Daneggers Grundstück in dem kleinen, vergessenen Dorf Morgenitz wird inzwischen für den vierten Teil der Reihe „Usedom-Krimi“ gedreht. Nach Angaben von Produzent Tim Gehrke gehört die Krimi-Serie um eine komplizierte Mutter-Tochter-Enkelin-Beziehung zu den Erfolgsproduktionen im Ersten. Rund 6,3 Millionen Zuschauer sahen den ersten Teil, 5,7 Millionen den zweiten. Die dritte Folge kommt noch in diesem Jahr ins Fernsehen.

Katrin Sass, mitunter für emotionale Ausbrüche bekannt, strahlt in der Drehpause über das ganze Gesicht. „Wenn ich das Meer rieche, geht mir das Herz auf.“ Den Strand entlang laufen zu können, die Weite, die klare Luft. Kurz spielt die aus Schwerin stammende 59-jährige Schauspielerin mit dem Gedanken, wieder zurück in den Norden zu ziehen. „Doch ob man die Schönheiten erkennt, wenn man sie täglich vor Augen hat?“ Sass lässt eine Antwort offen. Stattdessen rückt sie mit Astrid Danegger vor die Journalistenkameras.

Morgenitz ist neben anderen Inselorten, dem polnischen Swinemünde und den Festlandhäfen Freest und Barth nur ein Schauplatz für die Geschichte mit dem Arbeitstitel „Nebelwand“, in der es um einen Brand auf einer Segeljacht und den mysteriösen Tod eines Urlauberehepaares geht. Das Erfolgsrezept dieser Reihe sei die spannende Mischung einer vielschichtigen Familiengeschichte mit Kriminalfällen, sagt der für Filme zuständige NDR-Redakteur Donald Krämer. „Ein Krimi braucht Spannung, braucht ein Geheimnis. Aber es muss nicht immer so sein, dass die Kommissare in der dritten Filmminute mit einer Kaffeetasse vor der Leiche stehen.“

Regie im vierten Teil führt Andreas Herzog, der bereits den ersten Teil der Krimi-Serie verantwortete. Der Film soll 2017 gezeigt werden. Im Herbst ist die Crew bereits für den fünften Teil des „Usedom-Krimis“ auf der Insel.

 

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