Landgericht Schwerin : Möbel-Lieferanten um 700 000 Euro geprellt

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26. März 2018, 21:00 Uhr

Mehr als zehn Jahre nachdem sie 18 Lieferanten eines Möbeldiscounters in Ludwigslust übers Ohr gehauen haben, sind drei Angeklagte im Alter zwischen 38 und 55 Jahren wegen Betruges zu Bewährungsstrafen von bis zu zwei Jahren verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen vor dem Landgericht Schwerin vorgeworfen, die Geschäftspartner um rund 700 000 Euro geprellt zu haben. Das Verfahren gegen einen weiteren Angeklagten wurde gegen eine Geldbuße eingestellt.

Die Angeklagten arbeiteten für den Discounter beziehungsweise mit ihm zusammen. Als es der Firma finanziell schlecht ging, bestellten sie sehr viel Ware, die sie nie bezahlen wollten. Einen Großteil der Ware verkauften die vier in Frankreich, Belgien oder in der Türkei. Dem Möbeldiscounter haben die Einnahmen offenbar nichts genützt. Er ging trotzdem pleite.

Die Strafen fielen milde aus, weil die Angeklagten Geständnisse ablegten. Sonst wären ihre Taten nach so langer Zeit wahrscheinlich nur mit einem erheblichen Aufwand aufzuklären gewesen. Zugute kam ihnen auch, dass bis zum Prozessbeginn im Januar so viel Zeit vergangen ist. Sollten sie doch noch ins Gefängnis müssen, falls sie zum Beispiel gegen Bewährungsauflagen verstoßen, gelten wegen der rechtsstaatswidrigen Verfahrensdauer fünf Monate Haft als verbüßt.

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