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Elektrosmog unterm Sendemast : Mobilfunkmasten halten Strahlen-Grenzwerte ein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In MV hat die Strahlengefahr im Umfeld von Mobilfunkanlagen offenbar abgenommen.

Elektrosmog unterm Sendemast: In MV hat die Strahlengefahr im Umfeld von Mobilfunkanlagen offenbar abgenommen. 2013 haben die Telefonanbieter landesweit fast 30 Sendemasten wieder abgebaut, geht aus einem Standortkatalog der Bundesnetzagentur hervor. Danach waren 2013 landesweit 2565 Funkanlagenstandorte mit und ohne Mobilfunk in MV registriert – 28 weniger als noch ein Jahr zuvor. Um die Betriebskosten zu verringern, hätten die Betreiber ihre Netze optimiert und die Anzahl der Sendemasten verringert, erklärte Michael Reifenberg, Sprecher der Bundesnetzagentur gestern. In den kommenden Jahren sei kaum noch mit einer deutlichen Zunahme von Sendeanlagen in MV zu rechnen. Das Gros Funkanlagen stehe, so Reifenberg. Es sei davon auszugehen, dass lediglich an einigen Standorten vor allem im innerstädtischen Bereich zur Netzoptimierung neue Masten aufgebaut werden könnten.

Kopfschmerzen, Unruhe, Angstzustände: Mobilfunksendemasten und Handy stehen im Verdacht, für Gesundheitsschäden verantwortlich zu sein. Die derzeit geltenden Strahlengrenzwerte seien allerdings bei keiner Anlage in den vergangenen Jahren überschritten worden, erklärte Hermann Lewke vom Landesumweltamt in Güstrow gestern. Seit Mitte der 90er-Jahre erfolgten entsprechende Messungen. Auch bei nach Protesten der Anwohner erfolgten Langzeitmessungen wie im November und Dezember vergangenen Jahres in Pinnow nahe Schwerin, auf einem Schulhof in Schwerin oder einem Kindergartengelände in Putbus auf Rügen seien die Grenzwerte nicht überschritten worden. Derzeit werden mit einer automatischen Messstation in Neubrandenburg im Zusammenhang mit dem Aufbau eines neuen Sendemastes die Belastungen durch elektromagnetische Felder ermittelt. Allerdings: Die gesundheitlichen Langzeitfolgen der erst Ende der 90er-Jahre massenhaft eingesetzten neuen Technologie seien noch nicht 100-prozentig geklärt, meinte Lewke. Sein Rat: Wlan ausschalten, strahlungsarme schnurlose Telefone und Handys einsetzen.  

 

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