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Nahverkehrsfahrplan : Mitspracherecht für Bahnkunden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wünsche und Anregungen können im Internet geäußert werden

Die Bahnkunden in Mecklenburg-Vorpommern sollen künftig bei der Gestaltung des Nahverkehrsfahrplans mitreden können. Erstmals ist es jetzt möglich, Monate vor Inkrafttreten des neuen Fahrplans die Entwürfe für die einzelnen Linien im Internet einzusehen und eine Meinung dazu zu äußern, sagte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) gestern in Schwerin. Die Entwürfe für die 20 Linien sind unter www.fahrplan2018mv.de zu finden. Über ein Kontaktformular können Nutzer ihre Anmerkungen, Wünsche und Vorschläge der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) übermitteln.

„Diese Anregungen werden geprüft und berücksichtigt, soweit es nach Abwägung der Vor- und Nachteile zweckmäßig erscheint“, sagte Pegel. „Vor allem aber wollen wir sie in die Fahrplangestaltung der darauffolgenden Jahre einfließen lassen.“ Voraussichtlich Mitte Mai will die VMV eine Sammel-Stellungnahme zu den eingegangenen Hinweisen abgeben. „Wir bitten um Verständnis, dass wir die individuellen Hinweise und Anregungen nicht einzeln beantworten können“, sagte Geschäftsführer Detlef Lindemann.

Die VMV bestellt den Bahn-Nahverkehr bei den Anbietern und kann einen gewissen Einfluss auf die Fahrplangestaltung nehmen. Trassenbestellschluss sei am 10. April, so Lindemann. Dann stehe der Fahrplan für 2018 weitgehend fest. Zuvor soll am 7. März eine Konferenz mit Interessenvertretern, darunter der Fahrgastverband Pro Bahn, stattfinden. Zum Fahrplanwechsel 2015 hatte es erhebliche Änderungen in einigen Fahrplänen im Nordosten gegeben – vor allem in Mecklenburg. Das hatte zu Irritationen und Beschwerden geführt. Arbeitnehmer kamen auf den üblichen Wegen nicht mehr pünktlich zur Schicht. Ein Grund für die Änderungen war die Inbetriebnahme neugebauter Teile der Fernbahnstrecke Berlin - München. Infolgedessen sind Nahverkehrszüge aus dem Nordosten in Richtung Hamburg mehrere Minuten länger unterwegs, da sie die Fernzüge vorbeilassen müssen, wie Pegel erklärte. Diese Verzögerungen würden auch künftig erhalten bleiben. Weitere Fahrzeitverlängerungen auf der Strecke Schwerin - Hamburg, deren Grund eine Baustelle in Hamburg ist, sollen hingegen nach 2017 der Vergangenheit angehören. Dafür werde 2018 zwischen Schwerin und Bad Kleinen gebaut. Eine Vollsperrung ist Pegel zufolge zwischen dem 8. Januar und dem 14. April 2018 vorgesehen.

Im Jahr 2015 nutzten den Angaben zufolge 25,7 Millionen Passagiere den Bahn-Nahverkehr im Nordosten, davon 8,4 Millionen auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Der Fahrplan 2018 soll am 10. Dezember 2017 in Kraft treten.

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