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Landeskunde für Kinder und Schüler : Mit Stier und Greif durch MV

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bildungsministerium und Landeszentrale für politische Bildung stellen kleine Landeskunde für Kinder und Schüler vor

von
erstellt am 28.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Welches die Wappentiere unseres Bundeslandes sind, das weiß – hoffentlich – jedes Kind. Wie genau jedoch die Landespolitik funktioniert, was Minister tun oder was es mit Ämtern, Gemeinden und Landkreisen auf sich hat, das versteht so mancher Erwachsene bis heute nicht. Grund genug für das Bildungsministerium und die Landeszentrale für politische Bildung aktiv zu werden.

Das Ergebnis ist ein 20-seitiges Heft für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren. „Denn auch Kinder interessieren sich schon für Politik“, sagte Ministerin Birgit Hesse. Ziel sei es aber, nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene dazu zu bewegen, sich mit der Politik und Geschichte des Landes zu beschäftigen. „Darum habe ich heute auch im Kabinett mal einen Auszug aus dem Heft vorgetragen“, erzählte die Ministerin mit einem Grinsen.

Auch viele Erwachsene könnten eben noch etwas lernen. Die beiden Wappentiere Stier und Greif sollen nun Abhilfe schaffen. Die anspruchsvollen Inhalte seien in leichter Sprache und mit vielen Illustrationen aufbereitet, die das Lesen und Verstehen erleichtern sollen. Das Heft soll zunächst in zweifacher Ausführung allen 562 öffentlichen und freien allgemein bildenden Schulen des Landes zur Verfügung gestellt werden. Bei Interesse können dann ganze Klassensätze für den Unterricht bestellt werden. Die erste Rückmeldung habe man bereits erhalten, so Hesse. „Ich habe meiner Tochter das Heft mit in die Schule gegeben und ihre Lehrerin hat gleich einen ganzen Satz bestellt.“

Die Kosten des Projektes trägt dabei die Landeszentrale für politische Bildung. Insgesamt beliefen sich die Kosten der Erstauflage (8000 Stück) auf 16  760 Euro, so Direktor Jochen Schmidt.

Damit reiht sich „Mit Stier und Greif durch Mecklenburg-Vorpommern“ ein in eine Reihe von kurzen Heften der Landeszentrale, die bisher sehr gut angenommen wurden – dazu gehören auch „Herr Müller wird Stadtvertreter“ und „Frau Fischer zieht in den Landtag“. „Wir haben einfach die Erfahrung gemacht, dass kaum jemand sich die dicken Wälzer zu Gemüte führt“, so Schmidt. Daher sei man inzwischen auf Kurzweiligeres umgestiegen – mit Erfolg. Das von der farbmedia GbR produzierte Heft kann auf der Website der Landeszentrale kostenfrei bestellt werden.

Allerdings haben die Wappentiere des Landes bisher keine offiziellen Namen. Ministerin Hesse erklärte, man würde überlegen, die beiden innerhalb eines Schülerwettbewerbes zu benennen. „Aber für uns sind Stier und Greif inzwischen quasi schon ihre Namen“, sagte sie.

Auszug aus dem Heft
Die Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns ist eigentlich kurz und schnell erzählt. Im Jahre 1990, als die DDR in den Geschichtsbüchern verschwand, wurde es neugegründet. Neugegründet? Ja, denn Mecklenburg-Vorpommern hatte es schon einmal gegeben. Wenn auch nur kurz. 1945, als in Folge des 2. Weltkrieges in Europa Grenzen neu gezogen wurden, wurde aus Mecklenburg und Vorpommern das Land Mecklenburg-Vorpommern. Zwei Jahre hieß es so, dann wurden Bindestrich und Vorpommern aus dem Namen gestrichen. Nur wenig später, im Jahr 1952, verschwand auch Mecklenburg. Denn die 1949 gegründete DDR teilte ihren Staat in kleine Einheiten. Aus Mecklenburg wurden die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

 

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