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SPD will Direktmandat : Mit Schwesig aus dem Keller

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bundesfamilienministerin soll in Schwerin Direktmandat holen

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2017 | 20:55 Uhr

Mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig an der Spitze will die SPD Mecklenburg-Vorpommerns nach zwei deutlichen Schlappen bei Bundestagswahlen ihr Ergebnis aufbessern und erstmals auch wieder Direktmandate erringen. Heute soll Schwesig in ihrem Heimatort Schwerin als SPD-Kandidatin im Wahlkreis 12 für die Bundestagswahl Ende September nominiert werden. Die Ministerin tritt ohne Gegenkandidatin an. Die Nominierung der 42-Jährigen gilt als sicher.

Auf der heutigen Regionalkonferenz in Schwerin will sich zudem der Wismarer Bundestagsabgeordnete Frank Junge für eine neuerliche Kandidatur bewerben. Auch er hat bislang keinen parteiinternen Konkurrenten. Spannender wird es Ende Januar in Rostock, wo bislang drei SPD-Vertreter zur Bundestagswahl antreten wollen. In ihren Wahlkreisen bereits nominiert wurden die Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen und Jeannine Pflugradt. Auf einem Parteitag Mitte Mai in Rostock soll dann die Landesliste aufgestellt werden. Es gilt als sicher, dass sie von SPD-Bundesvize Schwesig angeführt wird. Landesparteichef Erwin Sellering erhofft sich von der prominenten Kandidatin insgesamt auch mehr Resonanz für die Nordost-SPD.

Bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013 waren die Sozialdemokraten in Mecklenburg-Vorpommer jeweils unter 20 Prozent geblieben. Damit hatten sie deutlich schlechter abgeschnitten als bei den jeweiligen Landtagswahlen davor und waren auch klar hinter dem Bundesergebnis der Partei geblieben. Die Direktmandate für den Bundestag wurden seit 2009 fast alle von der CDU gewonnen, in Rostock war einmal die Linke erfolgreich. Die größte Chance für ein SPD-Direktmandat wird Schwesig in ihrem Wahlkreis Schwerin-Ludwigslust-Nordwestmecklenburg eingeräumt, der lange Jahre fest in SPD-Hand war, zuletzt aber zweimal vom CDU-Politiker Dietrich Monstadt gewonnen wurde.Bei der Landtagswahl im September war die SPD trotz Verlusten mit 30,6 Prozent erneut stärkste Kraft im Nordosten geworden. Bei den beiden Bundestagswahlen 2009 und 2013 hatte sie hinter CDU und Linke jeweils nur Rang drei belegt. Mit Spannung wird der Einfluss der AfD auf das Wahlergebnis erwartet. 2013 hatte die AfD im Nordosten mit 5,6 Prozent über dem Bundesdurchschnitt gelegen.

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