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Schiffskollision vor Rügen : Mit Schlagseite nach Rostock gerettet

vom

Bei einer Kollision auf der Ostsee vor Rügen sind in der Nacht zum Samstag zwei Stückgutfrachter beschädigt worden. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Ein Navigationsfehler war wohl der Grund für den Zusammenstoß.

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erstellt am 03.Feb.2013 | 06:18 Uhr

Rostock/Sassnitz | Bei einer Kollision auf der Ostsee vor Rügen sind in der Nacht zum Samstag zwei Stückgutfrachter beschädigt worden. Wie das Havariekommando in Cuxhaven meldete, wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Nach Medieninformationen war angeblich ein Navigationsfehler Grund für den Zusammenstoß.

Wasserschutz- und Bundespolizei konnten gestern noch keine Angaben dazu machen. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, das Unglück habe sich bei der Einfahrt in die schmale Kadetrinne ereignet. Er sprach von einer erheblichen Beschädigung beider Schiffe.

Bei der Kollision der 88 Meter langen "Katre", die unter maltesischer Flagge fährt, und der 172 Meter langen niederländischen "Statengracht" riss ein Loch in den Rumpf des niederländischen Schiffes. Wegen eindringenden Wassers bekam die "Statengracht" Schlagseite, doch Pumpen an Bord stabilisierten das Schiff. Es erreichte am Samstagmorgen in Begleitung des Mehrzweckschiffes "Arkona" und des Seenotkreuzers "Harro Koebke" den Rostocker Hafen.

Die "Katre" lief den Angaben zufolge mit leichten Schäden im Bugbereich den Hafen Sassnitz-Mukran an.

Schadstoffe traten nach Angaben der Bundespolizei nicht aus. Sie hatte mit einem Hubschrauber das Seegebiet 22 Kilometer nördlich von Rügen kontrolliert. Die aus Süd-Finnland kommende "Statengracht" hatte Papier geladen, die aus Süd-Schweden kommende "Katre" war leer unterwegs und sollte in Stralsund Ladung aufnehmen.

Die Kadetrinne gilt als eine der am meisten befahrenen Schiffsrouten weltweit. Fast 200 Schiffe durchfahren täglich die Passage vor der deutschen Küste.

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hatte vor gut zwei Jahren eine Lotsenpflicht für die enge Wasserstraßen gefordert.

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