zur Navigation springen

DVV-Frauen gewinnen gegen Niederlande : Mit Rückenwind in die nächste Runde

vom

Die DVV-Frauen stehen in der Zwischenrunde der EM: Mit dem 3:2 über die Niederlande landeten die Spielerinnen den zweiten Sieg im zweiten Spiel. In Schwerin zeigten sie Serbinnen, dass auch sie Rhythmus im Blut haben.

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2013 | 08:07 Uhr

Schwerin/Halle | Polnische Stimmungsmacher, spannender Verlauf und eine Zuschauer-Resonanz, mit der die Veranstalter durchaus zufrieden sein können - diese Attribute kennzeichnen die Vorrundengruppe D der Volleyball-Europameisterschaft der Frauen in Schwerin. Dass Titelverteidiger Serbien und Mitfavorit Polen dabei gleich am ersten Tag Federn ließen, tat dem sportlichen Verlauf richtig gut. Spätestens als Polen am Sonnabend durch ein letztlich sicheres 3:1 über Bulgarien zurück in die Erfolgsspur gefunden und sich das Zwischenrunden-Ticket gesichert hatte, waren die Fans aus unserem Nachbarland schier aus dem Häuschen und trugen ihren Teil zu einer rundum gelungenen Veranstaltung teil.

Auch die Serbinnen ließen sich da nicht lumpen: Ihre Wechselspielerinnen bewiesen einmal mehr, dass sie auch Rhythmus im Blut haben. Sobald der Ballwechsel beendet war, gab es für Sanja, Bojana, Tijana, Stefana und Ana kein Halten mehr. Die Musik wurde angespielt und in der Auswechselzone wurden ganze Tänze aufgeführt. Sobald z.B. "Sirtaki", "Hands up in the Air", "Que sera, sera" aus den Boxen dröhnte, hielten die fünf Serbinnen nicht still. Während ihre Mannschaftkameradinnen auf dem Feld einen sicheren 3:0-Sieg über Tschechien einfuhren, hatten die Auswechselspielerinnen viel Spaß mit der Musik des DJ - wie auch alle anderen Fans in der Halle. Dass Serbien (Trainer Zoran Terzic: "Ich würde unheimlich gern mit dem Titel im Gepäck nach Hause kommen.") damit ebenfalls vorzeitig den Sprung in die nächste Runde schaffte, war nur das Sahnehäubchen obendrauf.

Auch Tschechien mit Coach Carlo Parisi hat das erste Ziel dieser EM erreicht: "Wir wollen diese schwere Gruppe überstehen, das wäre für diese Mannschaft schon ein Erfolg", hatte der Trainer im Vorfeld gesagt. Das wurde gestern Nachmittag vor 1319 Fans mit einem hart erkämpften 3:2 gegen Bulgarien (Trainer Marcello Abbondanza: "Diese Gruppe ist sehr schwer, für uns vielleicht zu schwer.") erreicht.

Auch die DVV-Frauen stehen in der Zwischenrunde der EM: Mit dem 3:2 (25, -20, -22, 23, 9) über die Niederlande landeten die Spielerinnen von Bundestrainer Giovanni Guidetti Am Sonnabend vor 6500 Zuschauern, unter ihnen Olympiasieger Julius Brink, in Halle (Westfalen) den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Punktbeste Spielerinnen waren Christiane Fürst (23) für die deutsche Mannschaft sowie die Ex-Schwerinerin Anne Buijs (22) für die Niederländerinnen. Mit dem 3:0 (19, 23, 25)-Sieg gestern Abend im letzten Gruppenspiel gegen die Türkei zog die DVV-Auswahl als Vorrunden-Erster ihrer Gruppe direkt in das Viertelfinale ein, in dem der Gegner der Sieger des K.o.-Rundenspiels zwischen dem Zweitplatzierten der Gruppe C und dem Drittplatzierten der Gruppe A ist.

Die Begegnung der Nachbarn und Dauer-Rivalen hielt, was sie im Vorfeld versprach. Die Niederländerinnen bestachen durch ein beeindruckendes Block- und Angriffsspiel. Dagegen war das deutsche Team technisch versierter und im Aufschlag- und Annahmebereich überlegen. Der Gastgeber zeigte eine tolle Moral und Kampfkraft, denn der Start in die Sätze verlief jeweils miserabel (1:6, 0:3, 1:5).

Angeführt von der starken Margareta Kozuch steigerte sich das Team - auch weil die Zuschauer wie eine Wand hinter ihrem Team standen - und drehten den ersten Satz. In der Folge dominierten die Niederländerinnen mit ihrer enormen Athletik, auch schwächere Annahmen wurden mit dem Angriff wettgemacht. Doch auch der Satzrückstand ließ das deutsche Team kalt, die überragende Christiane Fürst und die gegen Ende immer aggressiver und erfolgreicher werdende Maren Brinker ebneten den Weg zum Sieg. Und dann natürlich Denise Hanke: Die Zuspielerin, die in diesem Sommer nach sechs Jahren Schwerin verlässt und nach Istanbul geht, servierte im fünften Satz beim Stand von 11:9 drei Asse. Damit war den Niederländerinnen endgültig der Zahn gezogen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen