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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 17:11 Uhr

Mit Muskelkraft durch den Wariner See

vom

svz.de von
erstellt am 05.Aug.2012 | 05:43 Uhr

Warin | Großveranstaltung am Sonnabend am Wariner See: Das 27. Langstreckenschwimmen der DLRG und das 10. Drachenbootfest fanden neben dem Strandfest statt. Ausrichter waren die DLRG Warin und der Wariner Drachenbootverein Sturmvögel mit Unterstützung der Paddelwölfe. 142 Schwimmer gingen an den Start und etwa 200 Drachenbootfahrer stießen kräftig in die See. Bei 20 Grad Lufttemperatur und 21 Grad Wasser, war es das reinste Vergnügen, im und auf dem Wasser sich sportlich zu betätigen. Nur der Regenschauer sorgte für kurzzeitige Abkühlung.

Den Wanderpokal des Bürgermeisters, gleichzeitig Schirmherr der Veranstaltung, holte sich der Jannis Dammann (18) aus Rostock über 1600 Meter in einer Zeit von 19,45 Sekunden. Seine Schwester Julia kam als erste Schwimmerin und Zweitplazierte der 1600 Meter-Strecke ins Ziel (22,06 sec.). Den dritten Platz belegte Sophie Fischer (15) aus Krakow am See.

56 Schwimmer gingen auf die Startposition der 1,6-Kilometer-Strecke. 36 Teilnehmer nahmen die 4000 Meter in Angriff. Der 16-jährige Rostocker Andre Bauschmann schwamm als erster 4000 Meter-Langstreckenschwimmer nach 40,46 Sekunden durchs Ziel. Anna-Lena Schwarz ging hier als schnellste Schwimmerin nach 52,18 Sekunden über die Zielgerade. 28 junge Schwimmer der Alterskategorie bis zu zehn Jahren umrundeten den Steg auf einer Länge von 250 Metern. Nataly Papke schaffte dies in 4,06 Sekunden. Lukas Milbrodt brauchte 2,58 Sekunden. 22 Schwimmer bis zu 13 Jahren gingen auf die 400 Meter-Geraden. Mit 4,53 Sekunden schwamm Finn Große-Freese am schnellsten bei den Jungen und bei den Mädchen Lisa Hensel mit 5,32 Sekunden. Zum dritten Mal schwamm die achtjährige Ronja mit. Ihre Freundin Nele war zum zweiten Mal dabei auf der 250 Meter-Strecke. "Das war nicht schwer, total leicht", sagte Ronja, während Nele es anstrengend fand. Sie wurde von ihrer Mutter Simone Arbeit gleich trocken gerubbelt.

Anna, Lilli, Romina und Gina verfolgten die Wettkämpfe vom Steg aus. Die zehnjährige Nataly machte zum zweiten Mal mit und war mit ihrer Oma Marion Nickel aus Laage-Kronskamp angereist. Letztere war DLRG-Mitglied und brachte Maria aus Kaliningrad mit. Die 24-Jährige ist in ihrem Land ebenfalls Rettungsschwimmerin.

"Wer sich übers Internet angemeldet hat und heute, der bekam ein T-Shirt mit dem Loge der heutigen Langstreckenschwimmveranstaltung dazu", sagte DLRG-Ortsverbandsvorsitzende Dietlind Schieweck. Sie hatte den Hut auf für die Veranstaltung im Wariner Strandbad und überreichte den schnellsten Schwimmern einen Blumenstrauß. Blumen, allerdings im Topf, bekam auch Teamkollege Klaus Fröhlich. Er beging vor wenigen Tagen seinen 60. Geburtstag. Den Glückwünschen schloss sich Bürgermeister Michael Ankermann an, der das tolle Fest eröffnete. Ein Lob ging auch an die Computertechnik von Torsten Lindstädt und sein Team. Sie druckten die Zeitbögen und Urkunden aus, die jeder Teilnehmer gleich mitnehmen konnte und waren für die elektronische Zeitmessung zuständig.

Aus Itzehoe, Rostock und Stralsund waren Schwimmer angereist und natürlich aus der Umgebung. Kerstin Puder aus Klausdorf bei Stralsund begleitete ihren Mann Manfred, der auf die vier Kilometer-Strecker ging. Er sammelt Allrounder-Stempel einer Krankenkasse und bekommt eine Silbermedaille bei Erfüllung bestimmter Kriterien. Nun will der Klausdorfer noch an den Schwimmstart zur Insel Vilm auf Rügen reisen, dann hat er sein Soll erfüllt.

Simone und Roland Türk meldeten ihre Söhne Ramses (12) und Tuthmosis (10) zum Kinderstreckenschwimmen bei Andrea Müller an. Während der Vater Nichtschwimmer und die Mutter keine Wettkampfschwimmerin ist, haben die Jungs aus Tessenow bei Parchim bereits ihren Junior rettungsschwimmer und Tauchlehrgang absolviert. "Ich habe mich mit Ägyptologie beschäftigt, daher die seltenen Vornamen meiner Söhne", meinte Roland Türk, der die Daumen für seine Sprösslinge drückte.

Sicherheitskräfte der DLRG aus Warin, Greifswald, Wasserrettung Rostock, Laage-Kronskamp und Wismar brachten die Boote zu Wasser und wurden mit Funkempfängern ausgerüstet. Die Feuerwehren aus Brüel, Warin und Neukloster stellten ebenfalls Kameraden und Schlauchboote zur Absicherung bereit. Zum fünften Mal bei der Langstreckenschwimmabsicherung mit dem Schlauchboot dabei war Reiner Krüger aus Neukloster mit Kamerad Jon Hammerich. Im Vorfeld wurden leuchtende Bojen gesetzt, die mit schweren Gewichten versehen wurden, damit die Schwimmer eine Zielorientierung hatten.

Dr. Jens-Uwe Weise unterstützte als Arzt und hatte dabei Helfer von der Wariner DLRG zur Seite.

Neben dem Trubel des Schwimmens gab es am Rande fast unbemerkt eine kleine Siegerin bei der Tombola. 100 Euro für die Familienurlaubskasse gewann Lotte Stübner aus Bautzen. Die Sechsjährige, die am 2. August ihren Geburtstag feierte, macht mit Bruder Franz (8) und Eltern Andrea und Andreas Stübner Urlaub im Ferienpark am Glammsee.

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