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Ab heute dürfen Raketen, Böller & Co. verkauft werden : Mit Lärm und Licht ins neue Jahr

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Das Feuerwerk in der Neujahrsnacht hat Tradition. Ab heute werden Raketen, Fontänen, Böller & Co. verkauft. Gezündet werden dürfen sie jedoch nur am 31. Dezember und am 1. Januar.

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erstellt am 28.Dez.2011 | 09:02 Uhr

Das Feuerwerk in der Neujahrsnacht hat Tradition: Schon die Germanen wollten zum Jahresende böse Geister mit Licht und Lärm zu vertreiben. Ab heute werden Raketen, Fontänen, Böller & Co. verkauft. Gezündet werden dürfen sie jedoch nur am 31. Dezember und am 1. Januar. Die genauen Zeiten können regional unterschiedlich sein. Wir haben Wissenswertes rund um das Silvesterfeuerwerk zusammengestellt.

Was sind Feuerwerkskörper?

Sie bestehen in der Regel aus einer Papphülle, die mit Schwarzpulver und weiteren chemischen Zusätzen sowie funken- oder sternchenbildendem Metallpulver gefüllt sind. Frösche, Feuerräder oder bis zu 100 Stundenkilometer schnelle Raketen bieten Licht-, Fun ken-, Heul- und Knalleffekte. Buntpulver für Dekorationslichter und für Flammenfeuer (bengalische Feuer) sowie für Leuchtkugeln werden unter anderem aus Metallsalzen hergestellt, deren heiße Dämpfe mit charakteristischen Spektralfarben leuchten.

Welche Gefahrenklassen gibt es beim Feuerwerk?

Für die Zulassung ist nach dem Sprengstoffgesetz die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin zuständig. Nach dem Grad ihrer Gefährlichkeit werden Feuerwerkskörper in vier Klassen eingeteilt. Weniger gefährliche Feuerwerksspielwaren der Klasse I (Aufdruck BAM-P I) wie Tischfeuerwerk oder Wunderkerzen enthalten maximal drei Gramm Schwarzpulver, Kleinfeuerwerk der Klasse II (BAM-P II) höchstens 50 Gramm Schwarzpulver. Diese Klassen umfasst das private Silvester-Feuerwerk, bei dem es auch pyrotechnische Amateure krachen lassen dürfen. Bis 2017 dürfen zudem noch Feuerwerke mit einer alten Kennzeichnung verkauft werden. Diese erkennen Käufer an der Angabe P II anstelle der F2. Mittelfeuerwerk der Klasse III (BAM-P III) und Großfeuerwerk der Klasse IV - laut Sprengstoffgesetz "für den professionellen Gebrauch" - dürfen nur mit besonderer behördlicher Erlaubnis verkauft und abgebrannt werden.

Was muss der Handel beachten?

Pyrotechnische Gegenstände der Klasse II dürfen allein erwachsenen Verbrauchern nur in der Zeit vom 29. bis 31. Dezember überlassen werden. Nur wenn einer der im Gesetz genannten Tage auf einen Sonntag fällt, ist ein Verkauf bereits ab dem 28. Dezember zulässig. Nur Feuerwerk der Klasse I darf das ganze Jahr verkauft werden.

Welche Erzeugnisse sind besonders gefragt?

"Raketen sind und bleiben der Favorit der Deutschen", sagt Markus Schwarzer, Sprecher von Marktführer Weco in Eitorf bei Bonn. "Am liebsten in Gold, das wirkt feierlich." Auch Vulkan-Fontänen, Diamant-Sonnen, Tischfeuerwerk und Wunderkerzen finden zu Silvester guten Absatz. Böller und Knaller dagegen sind seit einigen Jahren auf dem Rückzug. Zunehmend im Trend liegen Batterie-Feuerwerke. So ein Klotz wird nur einmal angezündet - dann feuert er ein bis zu drei Minuten dauerndes Feuerwerk ab. Möglich wurde das durch Gesetzesänderungen: Seit zwei Jahren dürfen Verbundfeuerwerke bis zu 500 Gramm Schwarzpulver enthalten. Zugelassen sind auch Batterien, deren Feuerwerk leicht schräg in den Himmel schießt. Wichtig bei allen Artikeln: Rechtzeitig und nicht erst kurz vor Mitternacht die Gebrauchsanweisung lesen - und beachten.

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