Prozess in Schwerin : Mit Immobiliengeschäften Banken betrogen

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Angeklagte sollen sich Kredite in Höhe von mehr als drei Millionen Euro erschlichen haben.

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29. Januar 2019, 15:32 Uhr

Wegen betrügerischer Immobiliengeschäfte und Urkundenfälschung müssen sich vier Männer und eine Frau seit Dienstag vor dem Landgericht Schwerin verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen zu Prozessbeginn vor, sich mit gefälschten Lohn- und Vermögensbescheinigungen zwischen 2006 und 2011 bei diversen Banken Kredite in Höhe von mehr als drei Millionen Euro erschlichen zu haben. Insgesamt werden ihnen 24 Taten zur Last gelegt. Die beiden Hauptangeklagten - eine 56 Jahre alte Frau aus Sachsen-Anhalt und ein 60 Jahre alte Mann aus Schleswig-Holstein - wollten sich vorerst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Geständnis soll Höchststrafe sichern

Die drei mutmaßlichen Mittäter im Alter von 47, 53 und 64 Jahren kündigten über ihre Verteidiger für den nächsten Verhandlungstag Stellungnahmen an. Bis dahin wollen Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidiger zudem ausloten, ob eine Höchststrafe zugesichert werden kann, wenn die mutmaßlichen Mittäter ein umfangreiches Geständnis ablegen. Sie waren laut Anklage jeweils nur an wenigen Taten beteiligt.

Grundstücke überteuert verkauft

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft kauften die mutmaßlichen Haupttäter vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt billige Grundstücke auf und verkauften sie sehr viel teurer an mittellose Strohmänner. Damit die Banken diesen Kredite gewährten, fälschten die 56-jährige Frau und der 60-jährige Mann laut Anklage Lohn- und Kontounterlagen. Die ausgezahlten Kredite flossen an die Angeklagten, die Strohmänner bekamen davon kaum etwas ab.

Sobald die Kredite nicht bedient wurden, fielen die geringwertigen Grundstücke als Kreditsicherung an die Banken. Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.

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