Altern in MV : Mit 100 noch fast ohne Zipperlein

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Diese Zahlen machen Mut: Eine AOK-Studie belegt die gute Gesundheit Hochbetagter

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25. August 2016, 20:45 Uhr

Diese Zahlen machen Mut: Immer mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erleben ihren 100. Geburtstag. Nach Angaben des Statistischen Amtes in Schwerin lebten am Stichtag 31. Dezember 2015 in Mecklenburg-Vorpommern 209 über 100-Jährige. Unter den AOK-Versicherten stieg der Anteil der über 100-Jährigen in MV binnen sieben Jahren um 65 Prozent – ein Entwicklung, die sich nach Angaben der Kasse weiter fortsetzen wird. Und die niemandem Angst machen muss: Drei von fünf derart Hochbetagten lebten im vergangenen Jahr noch in der eigenen Wohnung. Fast zwei Drittel (55 Prozent) der Hundertjährigen mussten im gesamten Jahr 2015 nicht ein einziges Mal ins Krankenhaus. Gut ein Drittel (35,5 Prozent) von ihnen zeigte keine geistigen Ausfallerscheinungen, fast drei Viertel waren nicht depressiv. Zu diesen Ergebnissen kommt das Gesundheitswissenschaftliche Institut der AOK Nordost (Gewino), das zusammen mit dem Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften der Berliner Charité seit 2014 die Versorgung und Gesundheit von Hundertjährigen und Älteren in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin untersucht.

Im Verlauf des vergangenen Jahres waren bei der Dreiländerkasse 1576 Menschen aus dieser Altersgruppe versichert. 296 von ihnen lebten in Mecklenburg-Vorpommern, 511 in Brandenburg und 769 in Berlin. Frauen im Nordosten erreichen dieses hohe Alter laut Gewino übrigens sehr viel häufiger als Männer: Nur 9,1 Prozent der über Hundertjährigen im Nordosten waren im vergangenen Jahr Männer.

Ein Viertel (23,2 Prozent) der Hundertjährigen und noch Älteren kommen der Untersuchung zufolge ohne regelmäßig verschriebene Medikamente aus. Knapp ein Drittel der Männer und Frauen in dieser Altersgruppe (31,7 Prozent) ging einmal im Quartal zu einem oder auch mehreren Ärzten. Allerdings: Gut zu Fuß sind nur noch die Wenigsten. 98,9 Prozent erhielten zwischen 2009 und 2015 mindestens eine Hilfsmittelverordnung, am häufigsten für Gehilfen oder andere Mobilitätshilfsmittel.

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