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Fahrplanausdünnung : Ministerium verteidigt Kürzungspläne

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Die Einschnitte im öffentlichen Personennahverkehr wurden konkretisiert. Demnach soll es ab dem Fahrplanwechsel im Dezember Fahrplanausdünnungen auf der Bahnstrecke Schwerin-Gadebusch-Rehna geben.

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erstellt am 30.Mär.2012 | 08:37 Uhr

Rehna/Schwerin | Nach den angekündigten Einschnitten im öffentlichen Personennahverkehr hat das Schweriner Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Kürzungspläne gestern konkretisiert und Einschnitte verteidigt. Demnach soll es ab dem Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres Fahrplanausdünnungen auf der Bahnstrecke Schwerin-Gadebusch-Rehna geben.

Ab Gadebusch bleibe zwar in der Woche der Ein-Stunden-Takt der Züge erhalten. "Am Wochenende wird es ab Gadebusch dann aber einen Zwei-Stunden-Takt geben, so wie es in Rehna jetzt schon der Fall ist", sagte Ministeriumssprecher Steffen Wehner. Zur Begründung hieß es: "Auf dem Teilstück zwischen Gadebusch und Schwerin wurden im Schnitt sieben bis zehn Fahrgäste gezählt." Zur Frage, ob sich das Land MV über das Jahr 2014 zur Bahnstrecke Schwerin-Rehna bekennt oder Rehna vorher vom Streckennetz abgekoppelt werden könnte, teilte das Ministerium gestern mit: "Bis 2014 bestehen die derzeitigen Leistungen. Darüber hinaus sind noch keine Entscheidungen getroffen." Es werde auch künftig in der Region ein angemessenes und bedarfsgerechtes Verkehrsangebot geben. Wie es aussehen werde, sei noch nicht entschieden, darüber werde mit allen Beteiligten gesprochen.

Weitere Fahrplanausdünnungen sind auf der Bahnstrecke Lübeck-Grevesmühlen-Bad Kleinen (RE6) geplant. Dort soll nach Angaben des Ministeriums ein Frühzug je Richtung am Wochenende ab Lübeck um 5.02 Uhr, und ab Bad Kleinen um 6.03 Uhr gestrichen werden. Dann würde am Wochenende der erste Zug um 7.04 Uhr in Lübeck ab und in Bad Kleinen um 7.03 Uhr abfahren. Mit diesen betroffenen Zügen waren im Schnitt zwischen 17 und 28 Fahrgäste unterwegs.

Von der Streichung kompletter Bahnstrecken bleibt der Landkreis Nordwestmecklenburg vorerst verschont. Nach Ministeriumsangaben sind Streichungen der S-Bahn-Linie Rostock Hauptbahnhof-Seehafen, der Strecke Neustrelitz-Mirow und der Regionalbahnlinie Hagenow Stadt-Schwerin vorgesehen. Im letzteren Fall könne von einer Taktausdünnung gesprochen werden, da dort auch weiterhin Züge unterwegs seien.


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