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Nach Sturmflut in Zempin : Minister-Wurst aus der Pfanne

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach Sturmflut: Keine Betriebserlaubnis für Kiosk an der Küste von Zempin

Vor einer Woche biss Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Imbiss von Petra Hofmann noch beherzt in eine Bratwurst – zumindest für die Öffentlichkeit. Die Inbetriebnahme des Ersatzkiosks an der Küste von Zempin auf der Insel Usedom vor dem Osterfest sollte den Neustart nach der schweren Ostsee-Sturmflut von Anfang Januar symbolisieren. Doch der Imbisswagen, den die Gemeinde als Ersatz für den vor drei Monaten zerstörten Kiosk an der Zempiner Steilküste angemietet hatte, bleibt geschlossen.

So berichteten wir: Wirtschaftsminister Harry Glawe holt sich von Kioskbetreiberin Petra Hofmann eine Stärkung.
So berichteten wir: Wirtschaftsminister Harry Glawe holt sich von Kioskbetreiberin Petra Hofmann eine Stärkung. Foto: WM

Grund: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat keine Betriebserlaubnis erteilt. „Aus fachlicher Sicht bestehen Mängel, die vor einer Eröffnung noch beseitigt werden müssen“, sagte Anke Radlof aus der Pressestelle, gestern. Mitarbeiter der Lebensmittelkontrolle hätten ein undichtes Dach festgestellt. Zudem fehle eine feste Stromleitung – mit der Folge, dass nach Betriebsschluss die Stromzufuhr unterbrochen sei. Kühleinrichtungen müssten aber dauerhaft angeschlossen sein, sagte die Sprecherin. Bei der schweren Sturmflut Anfang Januar war der ursprüngliche Kiosk, der direkt an der Steilküste stand, zerstört worden. Die Gemeinde Zempin hatte nun vor Ostern den Imbisswagen als vorübergehendes Provisorium angemietet, um die Zeit bis zur Anschaffung eines großen Imbisswagens im Juni zu überbrücken. Seinen Platz fand der Ersatzkiosk am Promenadenplatz. Am Gründonnerstag wurde er eröffnet.

Weil die Abnahme durch die Lebensmittelkontrolle noch fehlte, sei der Imbiss nur symbolisch eröffnet worden, sagte Imbissbetreiberin Petra Hofmann. „Die Bratwurst für den Minister habe ich in meiner eigenen Pfanne gebraten, die ich von zu Hause mitgebracht habe.“ Das Wirtschaftsministerium, in dessen Pressemitteilung vor einer Woche von einer Inbetriebnahme des Kiosks die Rede war, verwies an den Landkreis, der für die Betriebserlaubnis zuständig sei. „Für die letzten Hürden werden sicherlich schnell Lösungen vor Ort gefunden werden“, sagte Sprecher Gunnar Bauer. Der Gemeinde sei zu danken, dass sie so schnell einen Wagen organisiert habe.

Nach Angaben des Amtes Usedom-Süd sollte der Schaden am Dach des Imbisswagens bis heute repariert werden. Die Kritik an einer fehlenden dauerhaften Stromzuführung ist nach Angaben des Amtes allerdings ungerechtfertigt. Die Zuführung des Stromes sei 24 Stunden am Tag gewährleistet, sagt Amtsleiter Bergmann.

Imbisswagen-Betreiberin Hofmann hofft nun auf eine zügige Behebung der Mängel – bis 1. Mai will sie eröffnen.

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erstellt am 20.Apr.2017 | 20:45 Uhr

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