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Merkurtransit 2016 : Mini-Sonnenfinsternis in MV

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Dass sich Planeten im Blickfeld zwischen Erde und Sonne zeigen, ist ein seltenes Ereignis. Mit dem Merkurtransit ereignet sich das Schauspiel in Mitteleuropa.

Am 9. Mai lässt sich in Mitteleuropa das seltene Schauspiel eines sogenannten Merkurtransits beobachten. Nicht nur der Mond, sondern auch andere Planeten schieben sich in seltenen Fällen zwischen Sonne und Erde und sind dann als kleine Scheiben vor der großen Sonnenscheibe zu erkennen. Die Mini-Sonnenfinsternis war am Montagmittag mit speziellem Equipment auch in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen.

Wenn sich der Mond zwischen Erde und Sonne schiebt, kommt es in einem Bereich von wenigen Kilometern zu einer totalen Sonnenfinsternis. Anders als beim Erdtrabanten ist Merkur als kleinster Planet des Sonnensystems zwar in einem größeren Umkreis, dafür aber nur als kleiner Punkt zu erkennen.

Was ist am Merkurtransit so besonders?

In diesem Jahr ist es der Merkur, der vor der Sonnenscheibe mit einem Durchmesser von nur 1/150 des scheinbaren Durchmessers der Sonne als kleiner Punkt sichtbar sein wird. Da Merkur nur 0,004 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt, ist er dabei mit bloßem Auge nicht zu sehen, weist die Astronomische Station in Rostock hin.

 

Worauf muss man achten?

Sternegucker sollten nie ohne Schutz in die Sonne blicken. Will man das Schauspiel mit einem handelsüblichen Fernrohr oder Fernglas von zu Hause beobachten, sollte auf jeden Fall ein spezieller Sonnenfilter benutzt werden. Ohne entsprechende Schutzmaßnahmen besteht die Gefahr seinen Augen durch das helle Licht zu schaden.

Wo und wann kann man das Naturschauspiel beobachten?

Wenn das Wetter mitspielt und keine Wolken die Sicht auf die Sonne verhindern, lässt sich die Wanderung des Merkurs am Montag ungefähr zwischen 13.15 Uhr und 20.30 Uhr in ganz Mitteleuropa beobachten. In Norddeutschland bieten sich optimale Beobachtungsbedingungen. 

Foto: Nasa/http://astronomie-nord.de/

Eine sichere Beobachtung des Planeten ist in verschiedenen Sternwarten in Mecklenburg-Vorpommern möglich.

Unter anderem öffnet die Astronomische Station „Tycho Brahe“ in Rostock ab 13 Uhr ihre Türen für Besucher. Bis 21 Uhr kann von hier aus der Merkurtransit beobachtet werden. Der Eintritt kostet einen Euro. Die Sternwarte befindet sich im Nelkenweg 6 in Rostock.

Auch die Sternwarte in Greifswald lädt ein, zur Beobachtung des Naturschauspiels vorbeizukommen. Von 12.45 bis 20:45 Uhr stehen die Türen für Besucher offen. Dazu wird es mehrmals einen Vortrag über das seltene Ereignis und seine Bedeutung geben. Sollte der Himmel bedeckt sein, finden die gängigen Führungen durch die Sternwarte statt - ebenfalls mit Vorträgen. Die Sternwarte befindet sich an der Ernst-Moritz-Arndt Universität, am Alten Physikalischen Institut, Domstraße 10a in Greifswald.

Bis 17 Uhr steht ein leistungsstarkes Fernrohr im Planetarium in Lübz zur Beobachtung des Merkurs bereit. Das Planetarium befindet sich in der Schützenstraße in Richtung des Waldgebietes Neuer Teich.

Wann ist der nächste Merkurtransit zu sehen?

Der nächste vollständige Merkurtransit wird in unseren Breiten erst 2039 zu beobachten sein. Dies sind die nächsten Termine:

11.11.2019  - bis Sonnenuntergang (etwa zur Hälfte sichtbar)
13.11.2032  - ab Sonnenaufgang (fast vollständig sichtbar)
07.11.2039  - vollständig sichtbar
07.05.2049  - vollständig sichtbar

Zuletzt konnte man ein ähnliches Ereignis mit der Venus am 6. Juni 2012 beobachten. Damals hatten die norddeutschen Astronomen viel Glück mit dem Wetter und konnten auf Usedom die aufgehende Sonne mit einem kleinen, schwarzen Venusscheibchen davor ablichten.

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erstellt am 09.Mai.2016 | 15:46 Uhr

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