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Sozialministerin Manuela Schwesig : Mindestlohn für Kita-Erzieherinnen angestrebt

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Die Landesregierung will ihre Bemühungen um eine bessere Entlohnung von Arbeitnehmern ausweiten. Künftig sollen auch freie Träger von Kindertagesstätten ihren Beschäftigen Stundenlöhne von mindestens 8,50 Euro zahlen.

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erstellt am 14.Feb.2012 | 07:06 Uhr

Schwerin | Die Landesregierung will ihre Bemühungen um eine bessere Entlohnung von Arbeitnehmern ausweiten. Neben Firmen, die etwa Wach- und Putzleistungen für Landesbehörden ausüben, sollen künftig auch freie Träger von Kindertagesstätten ihren Beschäftigen Stundenlöhne von mindestens 8,50 Euro zahlen. "Das Land gewährt für Kitas jedes Jahr etwa 130 Millionen Euro. Wir wollen diese Zuschüsse - wie andere Subventionen auch - an die Zahlung dieses Mindestlohnes koppeln. Das soll nach Möglichkeit in dem für 2013 geplanten neuen Landes-Kita-Gesetz verankert werden", erklärte Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) gestern.

Laut Schwesig hat die Verpflichtung auf Tariflöhne im Gesetz nicht die erwünschte Wirkung erzielt. In Haustarifverträgen seien mitunter niedrigere Löhne als die angestrebten 8,50 Euro je Stunde verankert worden. "Obwohl die Zuweisungen des Landes je Krippenplatz gleich sind, gehen die von den einzelnen Kita-Trägern gezahlten Löhne doch weit auseinander", stellte die Ministerin fest. Während Erzieherinnen in kommunalen Kitas nach dem Tarifrecht des öffentlichen Dienstes entlohnt werden, liegt das Lohnniveau bei Kitas in freier Trägerschaft meist deutlich niedriger. Nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes befinden sich 70 Prozent der Kitas im Land in freier Trägerschaft.

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