Milzbrand bei Kühen: Entwarnung für MV

Ein an Milzbrand gestorbenes Rind wurde am Donnerstag in Brandenburg nahe der Ortschaft Lütkenwisch aus der Elbe gezogen. Foto: dpa
Ein an Milzbrand gestorbenes Rind wurde am Donnerstag in Brandenburg nahe der Ortschaft Lütkenwisch aus der Elbe gezogen. Foto: dpa

svz.de von
13. Juli 2012, 05:27 Uhr

Schwerin | Nach dem Fund eines mit Milzbrand infizierten Rindes in der Elbe bei Lütkenwisch (Prignitz) hat das Landwirtschaftsministerium in Schwerin gestern Entwarnung für Mecklenburg-Vorpommern geben. Die Gefahrensituation für den Nordosten werde "sehr gering" eingeschätzt, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die Erregermengen im Wasser sind demnach so marginal, dass eine Infektion von Menschen oder weiteren Tieren nicht wahrscheinlich ist.

Am Donnerstag war bei einer Rinderherde in Sachsen-Anhalt im Landkreis Stendal Milzbrand festgestellt worden. Nach Angaben des Agrarministeriums in Magdeburg sollen inzwischen zehn Tiere an der nur noch selten vorkommenden Infektionskrankheit gestorben sein. Ein infiziertes Rind war den Angaben zufolge in die Elbe gefallen und bis Brandenburg getrieben, wo der Kadaver am Abend geborgen und abtransportiert wurde. Die Herde sei inzwischen isoliert und auf eine andere Weide gebracht worden, sagte gestern ein Ministeriumssprecher. Eine vorsorgliche Tötung ist demnach nicht vorgesehen.

Es wird davon ausgegangen, dass sich die Tiere beim Grasfressen infiziert haben. Deshalb soll nun soll geprüft werden, ob die betreffende Weidefläche in der Vergangenheit ein Platz war, auf dem verendete Tiere begraben wurden. Rund 50 Menschen in Sachsen-Anhalt, die Kontakt zu den erkrankten Rindern hatten, wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Menschen infizierten sich aber selten, hieß es.


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