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Tierseuche : Millionenverluste nach Geflügelpest

vom
Aus der Onlineredaktion

In MV bisher zehn Kleinsthalter entschädigt. 1,3 Millionen Euro Ausgleich für zwei Betriebe

svz.de von
erstellt am 24.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Die Schäden durch die Vogelgrippe fallen in MV offenbar geringer aus, als angesichts des großen Pestzuges zu erwarten war: Bis Februar seien Entschädigungsleistungen von 8000 Euro an zehn Kleinsthalter ausgezahlt worden, teilte das Landwirtschaftsministerium auf eine parlamentarische Anfrage der Links-Fraktion im Landtag mit. Nach dem Ausbruch der Geflügelpest und der Tötung von 39 000 Tieren in einem Putenstall im Landkreis Vorpommern-Rügen und 106 000 Tieren in einem Legehennenstall im Landkreis Ludwigslust-Parchim rechne die Tierseuchenkasse mit weiteren Entschädigungsleistungen in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Das Land geht indes nicht von höheren Belastungen für die Landeskasse aus: Eine vorsorgliche Erhöhung der geplanten Landesmittel für die Erstattung an die Tierseuchenkasse im Doppelhaushalt 2018/2019 ist daher nicht vorgesehen.

Der wirtschaftliche Schaden sei bislang aber noch nicht vollständig festzustellen. So mussten Legehennen-Halter seit Anfang Februar nach dem Auslaufen der Zwölf-Wochen-Frist nach der verhängten Stallpflicht den Eierverkauf aus der Freilandhaltung auf Bodenhaltung umstellen. Das führe zu durchschnittlichen Verlusten von drei Cent je Ei. Auf dieser Basis sei für diese Betriebe im Land nach Ablauf der Zwölf-Wochenfrist insgesamt mit einem finanziellen Verlust von 780 000 Euro pro Monat zu rechnen, prognostizierte das Agrarministerium.

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