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Kiosk darf öffnen : Millionen-Hilfe nach Sturmflut

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Betriebsgenehmigung ist endlich da. Der nach der schweren Sturmflut geschaffene Ersatzkiosk in Zempin kann öffnen. Zudem erhielten Gemeinden auf Rügen Fördermittelzusagen zur Beseitigung der Sturmflutschäden.

svz.de von
erstellt am 28.Apr.2017 | 21:00 Uhr

Der nach der Sturmflut geschaffene Ersatzkiosk in Zempin auf der Insel Usedom öffnet zum 30. April. Die Lebensmittelkontrolle des Landkreises Vorpommern-Greifswald hat am Freitag die Betriebserlaubnis für den Imbiss erteilt, wie eine Mitarbeiterin der Kreispressestelle am Freitag sagte. Die beanstandeten Mängel seien behoben. Das Dach sei dicht. Die dauerhafte Stromzufuhr sei gewährleistet.

Imbissbetreiberin Petra Hofmann will am Sonntag den Kiosk öffnen - mit Fischbrötchen und Bratwurst im Angebot. „Endlich kann es losgehen“, sagte sie. Der Imbisswagen war als Ersatz für den Anfang Januar bei der Ostsee-Sturmflut zerstörten Kiosk von der Gemeinde bereitgestellt worden. Unmittelbar vor Ostern hatte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) den Imbiss besucht, als er Förermittelzusagen auf die Gemeinden übergab. Eine Woche später stellte sich heraus, dass der Kiosk noch keine Erlaubnis hatte.

Am Freitag übergab Glawe auf Rügen Fördermittelzusagen an die Kommunen Sassnitz, Binz und Glowe. Sie erhalten ebenfalls Gelder aus dem 25-Millionen-Euro-Hilfefonds der Landesregierung, der nach der Katastrophe im Januar eingerichtet worden war, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. 13 Kommunen hätten bisher Unterstützung in Höhe von knapp 9,5 Millionen Euro beantragt.

In Glowe sollen vier Strandaufgänge repariert werden, was mit 45 000 Euro gefördert werde. In Sassnitz würden Wanderwege wiederhergerichtet, unter anderem zum Unesco-Welterbe „Alte Buchenwälder“. Zugleich soll der Kurplatz touristisch aufgewertet werden, unter anderem mit einem Trinkbrunnen für eine Sole- und Thermalquelle, die 1993 erschlossen wurde. Für das Vorhaben seien 1,5 Millionen Euro veranschlagt, das Land gebe 1,35 Millionen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) dazu.

Im Ostseebad Binz, wo der Strand und der Kurplatz durch das Sturmhochwasser beschädigt worden waren, sind Reparatur- und Pflasterarbeiten im Umfang von 1,1 Millionen Euro geplant, die mit einer Million gefördert werden.

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